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Die Drohneneinheiten aus Stadt und Landkreis Schweinfurt haben bei einer gemeinsamen Übung den Fokus auf Kommunikation und koordinierte Zusammenarbeit gelegt.

Unterstützung aus der Luft: Drohneneinheiten als wegweisende Hilfe für Einsatzkräfte

Untere Katastrophenschutzbehörde und ihre Partner erarbeiten Konzept für einheitliche Ausbildungsstandards und koordinierte Einsatzabläufe

Landkreis Schweinfurt. Die Beobachtung aus der Luft durch Drohnen bei Einsätzen, insbesondere auch im Rahmen des Katastrophenschutzes, ist von großer Bedeutung, um schnell eine umfassende Übersicht über die Lage am Einsatzort zu erhalten. Mit Hilfe von Überflugbildern oder auch Live-(Bewegt)bildern aus der Vogelperspektive können Führungseinheiten der Rettungskräfte oft schneller und gezielter Entscheidungen zu notwendigen Maßnahmen treffen.

In manchen Fällen werden so die Drohnen gar zum entscheidenden Faktor, weil es bei Einsätzen oft auf jede Sekunde ankommt und eine schnelle Lageerkundung aus der Luft wertvolle Zeit spart.

Zudem unterstützen Drohnen etwa auch bei der Suche nach Vermissten, sowohl im Sichtflug, als auch über Wärmebilder. Das hilft den Einsatzkräften, die notwendigen Maßnahmen am Boden einzuleiten und zu koordinieren.

Die Untere Katastrophenschutzbehörde am Landratsamt Schweinfurt hat in den zurückliegenden Jahren gemeinsam mit Einheiten des Katastrophenschutzes, darunter Wasserrettung, Hilfsorganisationen und Feuerwehren aus Stadt und Landkreis Schweinfurt, ein Konzept erarbeitet, um bei Einsätzen von Drohnen ein einheitliches und koordiniertes Vorgehen sicherzustellen. Weiterhin wurden Ausstattungsstandards klar definiert und auch die Ausbildung für Drohnenpiloten vereinheitlicht. Außerdem wurde die konsistente Einbindung der Einheiten in die Alarmierungsplanung veranlasst.

Mitte April dieses Jahres fand nun auf Basis des erarbeiteten Konzepts eine gemeinsame Übung der Drohneneinheiten aus Stadt und Landkreis Schweinfurt in Grafenrheinfeld statt. Im Mittelpunkt stand der fachliche Austausch zur technischen Ausstattung sowie zu taktischen Vorgehensweisen im Einsatz. Zudem wurde ein Übungsszenario durchgespielt, bei dem mehrere Drohnen gleichzeitig eingesetzt wurden. Ein besonderer Fokus lag hierbei auf der Kommunikation und der koordinierten Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Einheiten – eine wesentliche Grundlage für einen erfolgreichen Einsatz im Ernstfall.

Die Erarbeitung des erneut erfolgreich erprobten Konzepts wurde federführend durch den Arbeitsbereich Katastrophenschutz und Feuerwehrwesen am Landratsamt Schweinfurt gesteuert und mit tatkräftiger Unterstützung eines Arbeitskreises ermöglicht. Beteiligt waren der DLRG-Ortsverein Schonungen, die Feuerwehr Schweinfurt, die Feuerwehr Gerolzhofen, die UG-ÖEL (Unterstützungsgruppe der Örtlichen Einsatzleitung) des Landkreises Schweinfurt, der ASB Regionalverband Würzburg-Schweinfurt und das Landratsamt Schweinfurt.

Die Übung in Grafenrheinfeld im April wurde federführend durch den DLRG-Ortsverein Schonungen initiiert und vorbereitet.