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© Anand Anders
Landrat Florian Töpper (rechts) im Austausch mit Christoph Osegowitsch, Vorstandsmitglied der Laurens Spethman Holding, beim Besuch im Kräuterhaus Wild in Grettstadt.

Unternehmen im Landkreis Schweinfurt: Das Kräuterhaus Wild

Das Kräuterhaus Wild zählt zu den größten Tee-verarbeitenden Betrieben in Deutschland – Landrat Florian Töpper informierte sich vor Ort über das stark wachsende Unternehmen

Landkreis Schweinfurt. Milford und Meßmer sind nicht nur leidenschaftlichen Teegenießern ein Begriff. Die bunten Packungen mit den kleinen, aromatischen Beuteln der beliebten Teemarken stehen in den Regalen vieler Supermärkte und Discounter. Hergestellt werden die Kräuter-, Früchte- oder Schwarzteesorten unter anderem im Kräuterhaus Wild. Das Werk in Grettstadt ist das größte Teewerk der Unternehmensgruppe und ist zugleich in einem speziellen Branchensegment ganz vorne dabei – als größter europäischer Arzneitee-Hersteller.

Rund 3,2 Milliarden Teebeutel verlassen jährlich das Kräuterhaus Wild, mit steigender Tendenz. Produziert werden sie in einem hochmodernen Maschinenpark, dessen Abläufe so optimiert sind, dass bis zu 400 Beutel pro Minute an einer der 58 Teemaschinen hergestellt werden können.

Bei einem Rundgang durch die Werkshallen zeigte sich Landrat Florian Töpper beeindruckt. „Es freut mich sehr, dass im Landkreis Schweinfurt eine solche unternehmerische Erfolgsgeschichte geschrieben wird“, sagte er bei seinem ersten Unternehmensbesuch nach zweijähriger Corona-Pause.

Dabei informierte er sich zugleich über die Firmenstruktur. „Tee ist das Herzstück unseres Unternehmens, aber wir haben viel mehr zu bieten als Tee“, betonte Christoph Osegowitsch, Vorstandsmitglied der Laurens Spethman Holding (LSH), zu der das vor 52 Jahren eröffnete Werk in Grettstadt seit 1990 gehört. Das in vierter Generation geführte Familienunternehmen mit Stammsitz in Seevetal bei Hamburg agiert auf vielfältige Weise im Lebensmittelsektor, produziert und vertreibt neben Tee auch Riegel, Süßstoffe, Cerealien, Nüsse, Trockenfrüchte und nachhaltige Verpackungen aus Maisgrieß.

„Gesunder Genuss für ein gesundes Leben“, so lautet das Leitmotiv der LSH, die mit 13 Tochterunternehmen in mehr als 40 Ländern und fast 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aktiv ist. Die Ostfriesische Tee Gesellschaft zum Beispiel als größte „Tochter“ ist auf dem europäischen Markt nicht nur mit ihren eigenen Marken (unter anderem Milford, Meßmer, OnnO Behrends) führend, sondern gleichzeitig in den Geschäftsfeldern Handelsmarken, B2B (Business-to-Business) und Außer-Haus-Markt aktiv. Der Gesamtkonzern erwirtschaftet einen Umsatz von über 700 Millionen Euro pro Jahr.

Zum Erfolg trägt auch das Kräuterhaus Wild mit seinen zirka 1.300 Artikeln bei. Grettstadt ist nach Auskunft von Werksleiter Alexander Polleit „ein stark wachsender und sicherer Standort innerhalb der Unternehmensgruppe.“ Heute sind dort 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, übrigens annähernd gleich viele Männer und Frauen. Dabei setzt das Unternehmen auf eine Mischung aus langjährigem und jungem Personal sowie auf ein familiäres Betriebsklima.

Innovativ ist der Betrieb in vielerlei Hinsicht. Der Verpackungsbereich ist größtenteils automatisiert, hier setzen Robotergreifarme die fertigen Teeschachteln millimetergenau auf Paletten. Auf diese speziellen „Cobots“ ist die Unternehmensführung besonders stolz: Sie wurden hausintern entwickelt.

Tee als Heißaufgussgetränk genießen die Kundinnen und Kunden am meisten im Herbst und Winter. Deshalb ist das Lager in Grettstadt zurzeit gut gefüllt. Die Saison nimmt Ende August richtig Fahrt auf und dauert dann bis März. Höchstes Augenmerk liegt dabei auf lückenloser Qualitätskontrolle sowie einer schonenden Verarbeitung. Der Biotee-Anteil liegt bereits bei einem Drittel.

Aufgrund des Wachstums hat das Unternehmen erheblich in den Standort investiert, darunter in die Lagerlogistik. 2016 wurde das vollautomatische Hochregallager erweitert, das seitdem ein Fassungsvermögen von 22.000 Palettenstellplätzen hat. Von diesem Zentrallager erfolgt die Warenauslieferung aller Produkte aus der gesamten LSH-Gruppe - von Tee über Müsliriegel bis Cornflakes - in den süddeutschen und südeuropäischen Raum. Weitere Investitionen sind geplant, drei angrenzende Grundstücke hat sich das Unternehmen deshalb gesichert. Angedacht sind Erweiterungen der Bereiche Verpackungsmaterial und Fertigproduktlogistik.

Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde sei gut und eng, lobte Werksleiter Polleit, was Erster Bürgermeister Ewald Vögler, der den Landrat bei seinem Besuch begleitete, bestätigte. Vögler sicherte die weitere Unterstützung der Gemeinde zu.

Landrat Florian Töpper würdigte das große Engagement am Standort. „Mittelständische Unternehmen wie das Kräuterhaus Wild sind wichtige Arbeitgeber im Landkreis Schweinfurt und nehmen eine Ankerfunktion in unserer heimischen Wirtschaft ein“, so Florian Töpper. In der anschließenden Diskussionsrunde kam unter anderem der Fachkräftemangel zur Sprache. LSH-Vorstandsmitglied Osegowitsch berichtete von sehr großen Herausforderungen bei der Mitarbeitersuche. Insbesondere werden Mitarbeiter in den Bereichen Technik, Lager und Maschinenbediener gesucht. Das Unternehmen hat auch bereits positive Erfahrungen bei der Integration von Geflüchteten gemacht und zeigt sich weiterhin offen dafür.

Organisiert wurde der Unternehmensbesuch im Kräuterhaus Wild von der Wirtschaftsförderung des Landkreises Schweinfurt. Das vor der Corona-Pandemie etablierte Format soll in Zukunft wieder regelmäßig stattfinden und einen Austausch mit Firmen und Betrieben im Landkreis Schweinfurt ermöglichen.

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