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© Anand Anders

Mit dem Rad im Alltag sicher und schnell unterwegs

Landkreis und Gemeinden arbeiten gemeinsam mit weiteren Akteuren an einem Konzept für ein flächendeckendes Radwegenetz

Landkreis Schweinfurt. Das Radfahren wurde in der gegenwärtigen Corona-Pandemie zunehmend beliebter, insbesondere im ländlichen Raum. Im Landkreis Schweinfurt gibt es bereits ein gutausgebautes Radwanderwegenetz von über 800 Kilometern. Der Radverkehr ist bislang jedoch hauptsächlich auf den Freizeit-, Naherholungs- und Tourismusverkehr ausgerichtet.
Auch im Alltag sollen Bürgerinnen und Bürger sicher und schnell im Landkreis unterwegs sein.
Daher arbeiten Landkreis und Gemeinden mit weiteren Akteuren derzeit gemeinsam am Ausbau eines flächendeckendes Alltagsradnetzes. Mit diesem Ziel ist auch der Wunsch verbunden, mehr Bürgerinnen und Bürger zu einem Umstieg auf die umwelt- und klimafreundliche Alternative Radfahren zu bewegen.

„Ich freue mich, dass wir das Thema „Alltagsradverkehr“ gemeinsam mit den Gemeinden und vielen weiteren Akteuren angehen, um so auf dem Weg, noch fahrradfreundlicher zu werden, erfolgreich weiterzukommen“, sagt Landrat Florian Töpper bei der digitalen Auftaktveranstaltung des durch LEADER-Mittel geförderten Projektes.
Bis Anfang 2023 wollen die Beteiligten das Konzept fertigstellen. Ziel ist unter anderem auch die Mitgliedschaft in der „Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Kommune in Bayern e. V.“ (AGFK Bayern e. V.), auf der Grundlage des Kreistagsbeschlusses vom 24. September 2020.

Alltagsradverkehr weiter ausbauen, um sicher und schnell ans Ziel zu kommen

Im Alltagsradverkehr gehe es - im Gegensatz zum touristischen Radverkehr - vor allem um direkte, sichere und komfortable Verbindungen, informierte das beauftragte Büro top plan im Rahmen der digitalen Auftaktveranstaltung. Radfahrerinnen und Radfahrer, die zum Beispiel auf dem Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen sind, wollen schnell und sicher an ihr Ziel kommen. Hierfür müssten die entsprechenden Voraussetzungen geschaffen werden.

Konkrete Ziele stehen bereits fest

Gemeinsam sollen Lücken im Radwegenetz geschlossen werden, Gefahrenstellen behoben, der Radverkehr von Stadt, Landkreis und den Nachbarlandkreisenoptimal vernetzt und sichere Abstellmöglichkeiten geschaffen werden.
Im Frühjahr werde mit den beteiligten Kommunen eine erste Entwurfsplanung für ein Alltagsradnetz erstellt. Aus einer anschließenden Befahrung dieses Netzes wird ein Prüfbericht mit Handlungsempfehlungen und einem Maßnahmenprogramm entstehen, die in den kommenden Jahren von den jeweiligen Baulastträgern sukzessive in die Umsetzung gehen sollen.