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© Anand Anders
Im Bild, von links, untere Reihe: Ursula Schmidt, Johanna Graf und Katharina Saur (Regionalmanagement am Landratsamt) mit Ursula Weidinger (ILE Schweinfurter Mainbogen); mittlere Reihe: Thorsten Wozniak (1. Bürgermeister Gerolzhofen/ILE WeinPanorama Steigerwald), Carina Hein (ILE WeinPanorama Steigerwald), Theresa Ott (ILE Mainschleife Plus), Julia Eisenmann (ILE Oberes Werntal); obere Reihe: David Wald (Regionalmanagement), Ulfert Frey (Leiter Regionalmanagement), Tobias Blesch (1. Bürgermeister Wipfeld/ ILE Mainschleife Plus), Lorenz Rothmann (ILE Schweinfurter OberLand), Anja Scheurich (Öko-Modellregion Oberes Werntal).

Ländliche Entwicklung: „Ein Gewinn für den Landkreis Schweinfurt“

Das Regionalmanagement des Landkreises Schweinfurt sorgt seit vielen Jahren zusammen mit engagierten Akteurinnen und Akteuren dafür, dass die ländliche Entwicklung vorangeht. Es werden viele neue Impulse gesetzt. Und es gibt etwas zu feiern

Landkreis Schweinfurt. Im Landkreis Schweinfurt lebt sich’s gut, so viel steht fest. Die Möglichkeiten sind vielfältig: Kultur, Wirtschaft, Bildung, Vereinsleben und vor allem das Miteinander prägen den Alltag in der Region. Ein eigenes Selbstverständnis zu entwickeln und nach außen zu tragen, braucht Mut, Überzeugung und Entschlossenheit – Qualitäten, die der Landkreis Schweinfurt und seine Gemeinden haben und die es sich besonders im Jubiläumsjahr „50 Jahre Gebietsreform“ zu betonen lohnt.

Zum Erfolg tragen in erster Linie die Menschen bei, die hier leben, die sich beruflich und gesellschaftlich engagieren und sich im Landkreis Schweinfurt und in der Region Mainfranken zu Hause fühlen. Um es auf den Punkt zu bringen: Sie sind der Landkreis Schweinfurt.

Ein bedeutender Faktor hierbei: Die Bereitschaft, sich zu vernetzen und zusammenzuarbeiten, zum Wohle der gesamten Region. Hierbei spielt das Regionalmanagement des Landkreises Schweinfurt eine entscheidende Rolle.

 

Gute Vernetzung vor Ort entscheidend für Weiterentwicklung

Als kommunaler Verbund arbeitet der Landkreis seit jeher mit den Gemeinden engagiert an der zukunftsfähigen Weiterentwicklung der Region. Zusammenhalt vor Ort und eine immer bessere Vernetzung der Kommunen auch untereinander sorgen zudem für einen Gemeinschaftssinn, der wertvoll ist: Innerhalb und über die Landkreisgrenzen hinaus haben sich zum Beispiel kommunale Allianzen gebildet, die erfolgreich zusammenarbeiten.

 

Vielzahl wegweisender Projekte bereits umgesetzt

Ob Innenentwicklung, Bauhofkooperationen, landkreisweites Wanderwegenetz oder Literaturhaus: Durch die erfolgreiche Zusammenarbeit von Regionalmanagement, ILE-Regionen (gemeindeübergreifende Allianzen) und der Lokalen Aktionsgruppe Schweinfurter Land (LAG) konnte bislang eine Vielzahl wegweisender Projekte zur Stärkung des ländlichen Raums realisiert werden.

Was im Jahr 2008 als neuer Ansatz der Regionalentwicklung im Landkreis Schweinfurt begann, hat sich im zurückliegenden Jahrzehnt bewährt und wichtige Impulse für die Entwicklung im Landkreis Schweinfurt gesetzt.

„Das Regionalmanagement leistet einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit. Die Menschen, die hier an der Zukunft des Landkreises Schweinfurt arbeiten, identifizieren sich mit der Region, bauen Gemeinschaften auf und streben die Zusammenarbeit mit regionalen Partnern an, weil sie davon überzeugt sind, dass das der Schlüssel zum Erfolg ist“, erklärt Landrat Florian Töpper.

So kooperieren die Regionalmanager und Regionalmanagerinnen im Landratsamt Schweinfurt mit den ILE-Regionen (Integrierte Ländliche Entwicklung), das LAG-Management führt die Geschäfte der LAG und initiiert und betreut darüber hinaus LEADER-Projekte für den Landkreis. Alles mit dem einem großen Ziel: Den Landkreis Schweinfurt, seine Teilregionen und Orte noch attraktiver zu machen.

 

Ein Blick zurück: Die Entwicklung kommunaler Zusammenarbeit

Wichtige Akteure in diesem Prozess sind die ILE-Regionen, die ehemals Allianzen hießen. Deren Anfänge reichen bis 2003 zurück, als sich erstmals im Oberen Werntal zunächst acht Gemeinden, ab 2008 zehn Gemeinden aus zwei Landkreisen aufmachten, gemeindeübergreifend zusammenzuarbeiten.
Gemeinsam sind wir stärker als der Einzelne“ lautet das Motto in allen fünf ILE-Regionen im Landkreis Schweinfurt. Neben dem Oberen Werntal haben sich Gemeinden im Schweinfurter Oberland (2005), im Schweinfurter Mainbogen (2010) und – nachdem sich die Region Main-Steigerwald (2011) kürzlich neu aufgeteilt hat – zu insgesamt nun fünf ILE-Regionen (Allianzen) zusammengeschlossen. Die seit 2022 „Neuen“ im Bunde heißen „WeinPanorama Steigerwald“ und „Mainschleife Plus“, in der auch Orte aus den Landkreisen Kitzingen und Würzburg beteiligt sind.

Diese freiwilligen Gemeindeverbünde eint das Bestreben, gemeinsam eine zukunftsorientierte und lebenswerte Region zu gestalten. In gewisser Weise greifen sie den Grundgedanken der Gebietsreform vor 50 Jahren auf, leistungsfähigere und größere Gemeinden zu schaffen – allerdings ohne die eigene Identität aufzugeben. Unterstützt und begleitet werden die ILE-Regionen bei ihren Projekten vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Unterfranken, auch in finanzieller Hinsicht.

Seitdem sind in den Bereichen Tourismus, Kultur, Soziales, Ökologie und Wirtschaft zahlreiche Ideen erfolgreich realisiert worden. Die „ILE-Oberes Werntal“ ist zum Beispiel Vorreiter in der Innenentwicklung, unter anderem mit Modellprojekten wie der Bauhütte Obbach; weitere Projekt-Highlights sind das Fränkische Bildstockzentrum Egenhausen, der Regionalmarkt Oberes Werntal oder auch die Öko-Modellregion.

Im Schweinfurter Oberland sind die Ortskernrevitalisierung und Dorfentwicklung ebenfalls bestimmende Themen, ebenso die Naherholungsinfrastruktur, unter anderem am Ellertshäuser See, die auch mit einem ausgesprochen guten Rad- und Wanderwegenetz ausgebaut wurde.

Ein Leuchtturmprojekt der sechs Gemeinden im Schweinfurter Mainbogen ist das gemeinsame Standesamt, das 2013 in Sennfeld eingerichtet wurde. Im Bereich Tourismus entstand das LEADER-Projekt „Kräuter, Kraut und Rüben“ mit Pavillons und Lehrpfaden. Die bisherige „ILE- Region Main-Steigerwald“ setzte neue Akzente rund um das Thema Spargel und Wein sowie mit einem landwirtschaftlichen Kernwegenetz. Außerdem gibt es ein gemeinsames Energiekonzept für alle Gemeinden. Mit den beiden nun aus der „Region Main-Steigerwald“ entstandenen neuen ILE-Regionen WeinPanorama Steigerwald und Mainschleife Plus soll die Zusammenarbeit künftig noch vielfältiger und interkommunaler werden.  

 

Hintergrund

Eine zentrale Rolle bei der Realisierung der Projekte spielt oftmals die Lokale Aktionsgruppe Schweinfurter Land e.V. (LAG) und das LEADER-Förderprogramm des „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums“. Die EU und das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten unterstützen damit innovative Vorhaben. Viele Konzepte sind durch diese Mitfinanzierung überhaupt erst möglich geworden. Die LAG ist für die Kreis- und Regionalentwicklung somit ein wesentlicher Baustein, vor allem um den Landkreis als attraktiven Lebensort zu stärken. Auch in Zukunft will man im Landkreis Schweinfurt auf LEADER setzen, die Bewerbung für die Förderperiode 2023-2027 ist in Vorbereitung.

 

Wie werden neue Projekte eigentlich koordiniert?

Dafür gibt es die Steuerungsgruppe. Dieses Gremium ist unter anderem mit Vertretern des Regionalmanagements, der ILE-Regionen und LAG, von Behörden wie dem Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken und dem LEADER-Koordinator für Unterfranken sowie der Regierung von Unterfranken kompetent besetzt und trifft sich mehrmals im Jahr. In dieser Runde, moderiert vom Regionalmanagement am Landratsamt Schweinfurt, tauschen sich alle Beteiligten untereinander aus und stimmen sich ab. Das sorgt einerseits für eine hohe Transparenz und Vertrauen und andererseits für ein zielgerichtetes Vorgehen.

Aus manchen ILE-Vorhaben sind Folgeprojekte für den gesamten Landkreis Schweinfurt hervorgegangen. Ausgehend von dem im Oberen Werntal begonnenen Projekt hat der Landkreis ein Innenentwicklungskonzept erstellt, das finanzielle Anreize für das Wohnen, Leben und Arbeiten im Ortskern zur Verfügung stellt. Dazu zählt eine Förderung für die Erstbauberatung sowie die Abriss- und Entsorgungsförderung. Das Konzept dahinter und auch die Bereitschaft, von anderen (über)regionalen Akteuren zu lernen und in den gegenseitigen Austausch zu gehen, haben hier dafür gesorgt, dass der ländliche Raum eine enorme Entwicklung genommen hat. Viele Menschen haben erkannt, dass fernab von den urbanen Ballungszentren großes Potenzial vorhanden ist. Dieses Potenzial gilt es gemeinsam zu heben und weiterzuentwickeln.

 

LEADER-Förderungen für Kleinprojekte

Und das beginnt vielfach auch im Kleinen. In vielen örtlichen Gemeinschaften ist viel Eigeninitiative vorhanden, deren Ambitionen es zu fördern gilt: Seit 2017 können bürgerschaftlich initiierte Kleinprojekte LEADER-Förderungen erhalten. Für die „Unterstützung Bürgerengagement“ stehen bis zu 2.500 Euro pro Projekt oder insgesamt für die aktuelle LEADER-Förderperiode 44.000 Euro zur Verfügung.
Auch das Amt für Ländliche Entwicklung fördert kleinere Vorhaben von Bürgerinnen und Bürgern oder Vereinen. Über das „Regionalbudget“ werden pro ILE-Region insgesamt bis zu 100.000 Euro jährlich für Kleinprojekte bereitgestellt. Auf diese Weise wurde unter anderem das vom Bayerischen Kultusministerium ausgezeichnete Schülerprojekt am Olympia-Morata-Gymnasium, einen Planetenweg in der Flur der Mainbogen-Gemeinden Sennfeld und Gochsheim zu bauen, bezuschusst. Viele weitere kreative Ideen und nützliche Projekte sind in diesem Zusammenhang im Landkreis Schweinfurt entstanden.

„Die vertrauensvolle und erfolgreiche Zusammenarbeit des Regionalmanagements mit den ILE-Regionen und der Lokalen Aktionsgruppe ist ohne Zweifel ein Gewinn für unseren Landkreis“, sagt Landrat Florian Töpper. „Die Vielzahl der realisierten Projekte ist ein eindeutiger Beleg dafür, wie überaus fruchtbar und lohnenswert dieses Engagement im Hinblick auf eine positive Kreisentwicklung ist. Ich freue mich sehr auf weitere innovative Ideen und Vorhaben, die dazu beitragen, dass der Landkreis Schweinfurt und die gesamte Region noch attraktiver werden“, lobt Töpper die bisherige Arbeit aller beteiligten Partnerinnen und Partner.

 

50 Jahre Gebietsreform – ein Grund zum Feiern

Unser Landkreis feiert Jubiläum

Heuer jährt sich die Umsetzung der Gebietsreform im Landkreis Schweinfurt zum 50. Mal. Am 1. Juli 1972 entstand das, was den Landkreis Schweinfurt bis heute auszeichnet:

Eine Gemeinschaft aus 29 Gemeinden. Aus diesem Grund lenkt das Landratsamt im Jubiläumsjahr 2022 den Blick auf das, was den Landkreis als Gemeinschaft so besonders macht.

Auf der Website unter www.landkreis-schweinfurt.de/jubilaeum2022 finden Bürgerinnen und Bürger eine stetig wachsende Auswahl an Beiträgen. Darunter finden sich nicht nur Informationen zur Historie, sondern auch persönliche Eindrücke, ein interessantes Interview oder Beispiele für die gute Zusammenarbeit im Landkreis. Besonderes Highlight: Die Postkarten-Serie zum Jubiläum.

Die verschiedenen Inhalte zeigen den Landkreis im Wandel der Zeit, machen gleichzeitig mit Blick nach vorne darauf aufmerksam, wie vielfältig unser Landkreis heute ist - und geben Impulse dafür, was in Zukunft noch entstehen kann...

Aktuelle Informationen rund um das Thema "Coronavirus"

Impfung in Stadt und LandkreisImpfung ohne Termin möglich

Informationen zur Impfung auf Ukrainisch(український)

Alle Informationen (auch zum Protein-Impfstoff) sowie die Öffnungszeiten der Impfstellen finden Sie unter: www.landkreis-schweinfurt.de/sofortimpfung

Vorgehen bei einem positivem Corona-Test

Zunächst gilt: Alle Personen, die positiv getestet wurden - egal ob mit Antigenschnell- oder PCR-Test – müssen sich unverzüglich isolieren. Bei einem positiven Selbsttest wird eine vorläufige Isolation empfohlen. 

  • Positive Antigenschnelltests von offiziellen Schnellteststellen werden dem Gesundheitsamt automatisch übermittelt. Positive Selbsttests übermitteln Sie bitte über das Schnelltest-Online-Formular an das Gesundheitsamt.

  • Jeder positive Antigenschnell- oder Selbsttest muss mit einem PCR-Test bestätigt werden.

  • Wenn Sie Covid-19-typische Symptome wie Fieber, Husten oder Schnupfen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Haus- oder Kinderarzt, um dort eine PCR-Testung zu veranlassen. 

    Ausführliche Informationen zum weiteren Vorgehen erhalten Sie hier.


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