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Innenentwicklung vor Ort erleben: Einblicke in einen leer stehenden fränkischen Hof in Burghausen

Kostenfreie Sonderführung bot Wissenswertes zu Chancen und Herausforderungen alter Gebäude

Landkreis Schweinfurt. Historische, leerstehende Höfe prägen vielerorts die Ortskerne ländlicher Gemeinden. Sie bieten häufig viel Platz und individuelle Nutzungsmöglichkeiten, stellen Eigentümerinnen und Eigentümer bei einer Sanierung jedoch auch vor große Herausforderungen. 

Der Erhalt der Gebäude lohnt sich dennoch: Alte Hofstellen tragen zur Bewahrung der charakteristischen Ortsbilder bei und bieten mit ihrem besonderen Charme vielfältige Möglichkeiten für zeitgemäßes Wohnen.

Im Rahmen des „Tags der Innenentwicklung“ fand am Samstag, 26. September, eine Sonderführung durch einen leer stehenden fränkischen Dreiseithof in Burghausen, einem Ortsteil der Gemeinde Wasserlosen, statt. Die Eigentümer Gisela und Rainer Weth öffneten ihr Hoftor für alle Interessierten und ermöglichten rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen Einblick in das Anwesen.

Die Veranstaltung wurde durch das Regionalmanagement des Landkreises Schweinfurt in Kooperation mit der ILE-Region „Allianz Oberes Werntal“ organisiert. Die fachliche Begleitung übernahm Architekt Benedikt Gerber aus Mühlhausen.

Im Mittelpunkt der Führung standen typische Schadensbilder an alten Gebäuden und mögliche Lösungsansätze. Darüber hinaus erhielten die Besucherinnen und Besucher Informationen zu Fragen des Denkmalschutzes sowie zur Nutzung und Sanierung bestehender Bausubstanz.

Nach der Begrüßung durch David Wald, Regionalmanager am Landratsamt Schweinfurt, und Eva Fenn, ILE-Umsetzungsbegleiterin der „Allianz Oberes Werntal“, führte Benedikt Gerber zunächst durch den Außenbereich des Anwesens. Dabei erläuterte er, wie viel Nutzfläche eine solche Hofstelle bieten kann und welche Aufgaben und Herausforderungen damit verbunden sind. Neben dem Wohnhaus eröffnen insbesondere die Nebengebäude, etwa eine große Scheune, vielfältige Möglichkeiten zur Umsetzung individueller Wohn- und Nutzungskonzepte.

Anschließend konnten die Teilnehmenden das Wohnhaus ausführlich von innen besichtigen und ihre Fragen direkt mit dem Architekten besprechen. Dabei ging es unter anderem um Denkmalschutz, den Umgang mit historischer Bausubstanz und architektonische Gestaltungsmöglichkeiten. Im Erdgeschoss hatte Benedikt Gerber Plakate mit typischen Schadensbildern vorbereitet, die als anschauliche Beispiele dienten.

Ergänzt wurde das Angebot durch einen Informationsstand mit Broschüren und weiteren Info-Materialien, unter anderem zu verschiedenen Fördermöglichkeiten für Sanierungs- und Umbaumaßnahmen sowie zu Fragen des Umgangs mit denkmalgeschützten Häusern.

Das Regionalmanagement des Landkreises Schweinfurt steht als Ansprechpartner zum Thema Innenentwicklung für alle Interessierten – von Gemeinden und ihren Verwaltungen bis hin zu Bürgerinnen und Bürgern – gerne zur Verfügung und stellt die aktuellen und zurückliegenden Projekte auf der Landkreis-Homepage bereit unter www.landkreis-schweinfurt.de/innenentwicklung