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Impfstoffmangel im Raum Schweinfurt: Erneuter Appell an Gesundheitsminister Holetschek

Landrat Töpper sieht keine ausgewogene Verteilung des Impfstoffes gewährleistet und bittet die Regierung, schnellstmöglich ihre Verteilungsstrategie anzupassen.

Raum Schweinfurt. Seit dem Start der im Dezember des vergangenen Jahres begonnenen Impfungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie war seitens des Bundes sowie der Bay. Staatsregierung geplant und kommuniziert, dass eine gerechte Verteilung des Impfstoffs sowie eine Impfpriorisierung nach besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen einen ausgewogenen, fairen Fortschritt der Impfkampagne ermöglichen. Diese Maßgabe in der aktuellen Situation noch aufrecht zu erhalten, erscheint nach Ansicht von Landrat Töpper kaum mehr realistisch. Das System zur Verteilung der Impfstoffe muss zwingend an regional bedingte Strukturen wie etwa die geringere Ärztedichte im ländlichen Raum oder die nicht berücksichtigte Relation der Einwohnerzahl in verschiedenen Gebietskörperschaften bei der Zuteilung von Sonderkontingenten angepasst werden.

Bekanntermaßen ist es sowohl dem Bay. Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, als auch dem Staatsminister Holetschek selbst ein zentrales Anliegen, dass regional eine ausgewogene Verteilung des Impfstoffs stattfindet. Bisher ist dies in der Praxis aber leider nicht der Fall.

Die Chancengleichheit ist laut Töpper bereits verzerrt worden, als zusätzlich zu den Impfzentren auch in den Arztpraxen damit begonnen wurde zu impfen, insbesondere seit der Aufhebung der Impfpriorisierung für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte in Bayern zum 20.05.2021. Grundsätzlich sei die Impfung durch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte sehr zu begrüßen, betont Töpper. Jedoch sei der Verteilungsmodus für den noch immer nicht in ausreichender Menge zur Verfügung stehenden Impfstoff zum Nachteil der nach Priorisierung vorgehenden Impfzentren. Denn das gemeinsame Impfzentrum von Stadt und Landratsamt Schweinfurt sowie seine lokalen Impfstellen bekommen für ihren Zuständigkeitsbereich selbst bei ausreichend zur Verfügung stehendem Impfstoff nur eine wöchentlich begrenzte Menge zugewiesen, so dass die seit Dezember vorgehaltene Impfkapazität des gemeinsamen Impfzentrums nach dem jetzigen Stand nie erreicht werden kann. Zudem können die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte im Raum Schweinfurt aufgrund der geringeren Hausarztdichte vor allem im Vergleich zu Ballungsregionen wie etwa dem Großraum München ebenfalls nicht genügend Impfstoff abrufen, was ebenso zu einer ungleichen Verteilung des Impfstoffs führt.

„Die Impfquote im von Landratsamt und Stadt gemeinsam betriebenen Impfzentrum betreffend die Erstimpfungen lag zum Ende des Monats Mai bei knapp 38,8 Prozent, die der vollständig geimpften Personen bei rund 18 Prozent“, erklärt Landrat Töpper. „Bayernweit liegt der Durchschnitt aktuell bei rund 42 Prozent bei den Erst-  und 17,4 Prozent bei den Zweitimpfungen. Diese Lücke droht größer zu werden, wenn kein Ausgleich für benachteiligte Regionen wie den Raum Schweinfurt geschaffen werden kann.“

Töpper hat sich deswegen erneut mit einem Schreiben an Staatsminister Klaus Holetschek gewandt und um die Zuteilung eines weiteren Impfstoff-Sonderkontingents gebeten. Der Landkreis hatte bereits in der zweiten Maihälfte nach eigenem Appell eine Zuteilung von 1600 Dosen des Impfstoffes von Johnson & Johnson durch das bayerische Gesundheitsministerium erhalten. „Ich bin sehr dankbar über die Berücksichtigung des Landkreises Schweinfurt“, erklärt Töpper hierzu. „Die gelieferten und bereits teilweise verimpften Dosen des Johnson & Johnson Vakzins reichen zum Ausgleich des bestehenden Ungleichgewichtes aber leider nicht aus.“

Gerade im Vergleich mit anderen – insbesondere den umliegenden – Landkreisen, die teilweise viel weiter bei der Impfung der priorisierten Personen vorangeschritten sind, werden nach der Wahrnehmung des Landrats die Fragen nach der Impfgerechtigkeit und die Frage nach abgehängten ländlichen Räumen unter den Bürgerinnen und Bürgern immer lauter. „Daher bitte ich Sie, dem Landkreis Schweinfurt zeitnah erneut ein Sonderimpfstoffkontingent zuzuteilen“, schreibt Töpper an den Staatsminister.

Insbesondere sollten laut Töpper dabei einige gewichtige Gründe durch das Ministerium geprüft werden, die eine erneute Sonderzuteilung von Impfstoff rechtfertigen:

Im Rahmen der Zuteilung des bereits erhaltenen Sonderkontingentes wurden die allermeisten zum Zuge kommenden Gebietskörperschaften gleichermaßen berücksichtigt mit einer Gesamtmenge von jeweils 1.600 Impfdosen. Hierbei wurden die Einwohnerzahlen gänzlich außerachtgelassen. So hätten andere regional zusammenhängende Landkreise und kreisfreie Städte in Bayern, die zusammen auf ungefähr die gleiche Einwohnerzahl wie der Landkreis Schweinfurt alleine kommen, jeweils 1.600 Impfdosen erhalten (also 3.200 insgesamt), während der Landkreis Schweinfurt trotz fast gleich hoher Einwohnerzahl insgesamt lediglich nur 1.600 Dosen erhalten hat. „Dies ist auch den Bürgerinnen und Bürgern, die sich bei uns über diesen Umstand beschweren, kaum zu erklären“, sagt Töpper.

Unter anderem auch dadurch bedingt, stößt es bei den Bürgerinnen und Bürgern im Landkreis Schweinfurt wiederholt auf erheblichen Unmut, dass im Rahmen der Sonderimpfaktion zu den erhaltenen Johnson & Johnson Impfdosen in der Stadt Schweinfurt über die Sonderimpfaktion weit jüngere Personen geimpft werden konnten als im Landkreis Schweinfurt. Aufgrund der Größe des Landkreises liegt im Rahmen der Sonderimpfaktion das Ergebnis vor, dass – an dieser Stelle sei eine Bewertung der allgemeinen Impfwilligkeit in der Region ausgeklammert – sich im Stadtgebiet Schweinfurt aufgrund der geringeren Einwohnerzahl im Vergleich zum Landkreis Schweinfurt auch eine große Anzahl an Impfwilliger unter 60 Jahren (Jahrgang der jüngsten Bewerbung: 1993) erfolgreich für die Sonderimpfaktion beworben hat, während im Landkreisgebiet lediglich Personen, die das 60. Lebensjahr bereits vollendet haben, zum Zuge kommen konnten. Aufgrund der Vielzahl der Anmeldungen musste hier sehr stark nach dem Geburtsalter priorisiert werden. Gerade der Umstand, dass aus dem Gebiet des Landkreises Schweinfurt in einem zweiten Impfaufruf auf eine Anzahl von noch zu vergebenden 600 Impfdosen weit über 3.000 Personen ihr Interesse an einer Impfung mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson bezeugt haben, belegt, welch großer Impfdruck gerade in der Bevölkerung des Landkreises Schweinfurt aktuell noch vorhanden ist.

Im Allgemeinen wird die erste gemeinsame Sonderimpfaktion von Stadt und Landratsamt Schweinfurt sehr gut angenommen. Die Impfungen aus dem Sonderkontingent erfolgen im Rahmen eines Impf&Drive-Konzeptes neben den Räumlichkeiten des gemeinsamen Impfzentrums am Volksfestplatz. Im Rahmen der Sonderimpfaktion konnten viele Bürgerinnen und Bürger zur Impfung animiert werden. Der Andrang war sehr groß. Konkret konnte so außerhalb der räumlichen Kapazitäten des Impfzentrums pro Tag die beachtliche Anzahl von weiteren 300 bis 400 Personen geimpft werden. Dies hat erheblich zum Fortgang der Immunisierung der Bevölkerung in Stadt und Landkreis Schweinfurt beigetragen. „Ich bin der Meinung, dass auch bei einer erneuten Sonderimpfaktion die Bevölkerung im Raum Schweinfurt ihre Impfwilligkeit wiederholt unter Beweis stellen wird. Dieses Angebot will ich unseren Bürgerinnen und Bürgern gerne erneut machen“, erklärt Landrat Töpper.

Ein weiterer Aspekt, der für eine erneute Sonderzuteilung von Impfstoff spricht, sind zudem die Werte der 7-Tage-Inzidenz im Raum Schweinfurt, die nach wie vor überdurchschnittlich hoch sind. Der Wert beträgt zum 02.06.2021 im Landkreis 70,2. Bayernweit liegt die 7-Tage-Inzidenz bei 37,5.

Für die Region Schweinfurt betreiben das Landratsamt und die Stadt Schweinfurt ein gemeinsames Impfzentrum. Aus diesem Grund wird im Rahmen der – dankenswerterweise für die bayerischen Impfzentren zunächst weitergeltenden – Priorisierung die Bevölkerung im Gebiet beider Körperschaften gleichbehandelt. In den Prioritätsgruppen 1 (307), 2 (3.689) und 3 (15.350) warten insgesamt noch 19.346 Personen auf eine Erstimpfung (Stand 01.06.2021).

Die Impfwilligkeit im Raum Schweinfurt ist bei den Prioritäten 1 und 2 überdurchschnittlich vorhanden – unter anderem auch angetrieben durch die angekündigten Lockerungen für vollständig Geimpfte – das heißt im Raum Schweinfurt sind in diesen Gruppen mehr Personen registriert und folglich zu impfen, als dies offenbar in anderen Bereichen Bayerns der Fall ist. Dies führt dazu, dass eine Komplettimpfung der jeweiligen Prioritätsgruppe naturgemäß längere Zeit in Anspruch nimmt. Wann in die Impfungen der Prioritätsgruppe 3 eingetreten wird, kann nicht zuverlässig vorhergesagt werden. Dies vor allem bedingt durch den aktuellen Erstimpfungsstopp sowie die – erfreulicherweise – stets wachsenden Zahlen der Impfwilligen in den Prioritäten 1 und 2.

„Aufgrund all der vorgetragenen Gründe bitte ich um wohlwollende Prüfung meines Anliegens. Es ist mein größtes Anliegen, dass die Region Schweinfurt im Impffortschritt nicht weiter hinter den bayernweiten Durchschnitt zurückfällt“, erklärt Töpper an Staatsminister Holetschek gewandt. „Herzlichen Dank vorab für Ihre Bereitschaft unsere besondere Lage in den Blick zu nehmen, die Sie ja bereits mit der Zuweisung des ersten Impfstoff-Sonderkontingents unter Beweis gestellt haben.“

CORONA-ÜBERBLICK: DAS GILT AKTUELL IM LANDKREIS SCHWEINFURT

Die aktuelle 7-Tage-Inzidenz für den Landkreis Schweinfurt liegt heute am Freitag, 18. Juni 2021, laut RKI bei 11,3.

Die 7-Tage-Inzidenz für den Landkreis Schweinfurt in den letzten fünf aufeinanderfolgenden Tagen (inkl. tagesaktueller Wert):

18. Juni 202111,3
17. Juni 202110,4
16. Juni 202113,0
15. Juni 20218,7
14. Juni 20217,8

(Quelle: Robert-Koch-Institut)

Seit Donnerstag, 10. Juni 2021, gelten im Landkreis Schweinfurt neue Regelungen, da der Landkreis fünf Tage in Folge den Inzidenzwert 50 unterschritten hat. Es erfolgt daher die Einstufung in den Inzidenzbereich bis 50. Die neuen Regelungen für den Landkreis Schweinfurt finden Sie im Folgenden aufgelistet. Die aktuell gültigen Regelungen im Landkreis Schweinfurt können Sie hier nochmals konkret im Detail nachlesen.

Es gelten darüber hinaus auch die weiteren Bestimmungen der 13. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung

Kontaktbeschränkung:

  • Private Zusammenkünfte sind mit maximal zehn Personen aus unterschiedlichen Haushalten erlaubt. Dem Hausstand zugehörige Kinder unter 14 Jahren werden nicht eingerechnet.
  • Die Kontaktbeschränkungen gelten nicht für vollständig Geimpfte und Genesene. Sie müssen jedoch weiterhin die Abstands- und Maskenpflicht einhalten.

Öffentliche und private Veranstaltungen:

  • Öffentliche Veranstaltungen aus besonderem Anlass und mit einem von Anfang an klar begrenzten und geladenen Personenkreis sind nun in geschlossenen Räumen mit bis zu 50 Personen und unter freiem Himmel mit bis zu 100 Personen erlaubt, jeweils einschließlich genesener und vollständig geimpfter Personen.
  • Private Veranstaltungen aus besonderem Anlass (z. B. Geburtstags-, Hochzeits- oder Tauffeiern und Vereinssitzungen) mit einem von Anfang an klar begrenzten und geladenen Personenkreis sind nun in geschlossenen Räumen mit bis zu 50 Personen erlaubt. Unter freiem Himmel sind bis zu 100 Personen erlaubt. Hier können jeweils genesene und vollständig geimpfte Personen zusätzlich zu dieser Personenbegrenzung eingerechnet werden.
  • Es besteht kein Testerfordernis für die jeweiligen Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Handel, Dienstleistungs- und Handwerksbetriebe:

  • Der Groß- sowie Einzelhandel, Dienstleistungs- und Handwerksbetriebe haben geöffnet. Es ist weiterhin keine vorherige Terminbuchung mehr notwendig. Es sind zudem folgende grundsätzliche Regeln zu beachten:
  1. Der Betreiber hat durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen, dass grundsätzlich der Mindestabstand von 1,5 m zwischen den Kunden eingehalten werden kann.
  2. Die Zahl der gleichzeitig im Ladengeschäft anwesenden Kunden darf nicht höher sein als ein Kunde je 10 qm Verkaufsfläche für die ersten 800 qm der Verkaufsfläche sowie zusätzlich ein Kunde je 20 qm für den 800 qm übersteigenden Teil der Verkaufsfläche.
  3. In den Verkaufsräumen, auf dem Verkaufsgelände, in den Eingangs- und Warteflächen vor den Verkaufsräumen und auf den zugehörigen Parkplätzen gilt für das Personal Maskenpflicht und für die Kunden und ihre Begleitpersonen FFP2-Maskenpflicht.
  4. Soweit in Kassen- und Thekenbereichen von Ladengeschäften durch transparente oder sonst geeignete Schutzwände ein zuverlässiger Infektionsschutz gewährleistet ist, entfällt die Maskenpflicht für das Personal.
  5. Der Betreiber hat ein Schutz- und Hygienekonzept auszuarbeiten.
  • Für Einkaufszentren gelten hinsichtlich der einzelnen Ladengeschäfte ebenfalls die o.g. Ausführungen. Es gilt hier hinsichtlich der zugelassenen Kundenhöchstzahl das oben Genannte mit der Maßgabe, dass sich die zugelassene Kundenhöchstzahl nach der für Kunden zugänglichen Gesamtfläche des Einkaufszentrums bemisst und das Schutz- und Hygienekonzept die gesamten Kundenströme des Einkaufszentrums berücksichtigen muss.
     
  • Wochenmärkte und andere Märkte zum Warenverkauf unter freiem Himmel sind, soweit sie keinen Volksfestcharakter aufweisen und keine großen Besucherströme anziehen, wieder zulässig. Auch hier gelten die o.g. Ausführungen und es muss ein Schutz- und Hygienekonzept erarbeitet sein.

Körpernahe Dienstleistungen:

  • Das Personal muss eine medizinische Gesichtsmaske tragen.
  • Die FFP2-Maskenpflicht entfällt bei Kunden nur insoweit, als die Art der Leistung sie nicht zulässt.
  • Der Dienstleister hat die Kontaktdaten der Kunden zu erheben.

Sport:

  • Im Landkreis Schweinfurt ist Sport jeder Art (kontaktfreier ebenso wie Kontaktsport) ohne Personenbegrenzung und ohne Testerfordernis gestattet.
  • Zudem entfällt bei Sportveranstaltungen unter freiem Himmel sowie in Gebäuden das bisherige Testerfordernis für Besucherinnen und Besucher.
     
  • Bei Sportveranstaltungen unter freiem Himmel ist die Anwesenheit von bis zu 500 Zuschauer/innen, einschließlich geimpfter und genesener Personen, mit festen Sitzplätzen zulässig. In Gebäuden bestimmt sich die zulässige Höchstteilnehmerzahl, einschließlich geimpfter und genesener Personen, nach der Anzahl der vorhandenen Plätze, bei denen ein Mindestabstand von 1,5 m zu anderen Plätzen gewahrt wird. 
  • Es erhalten darüber hinaus nur solche Personen Zutritt zur Sportstätte, die für den Wettkampf- oder Trainingsbetrieb oder die mediale Berichterstattung erforderlich sind.
  • Der Betrieb und die Nutzung von Sportplätzen, Tanzschulen, Fitnessstudios und anderen Sportstätten ist für die o.g. Zwecke zulässig, wobei gleichzeitig nur so viele Personen anwesend sein dürfen, wie im Rahmen des von den Staatsministerien des Inneren, für Sport und Integration und für Gesundheit und Pflege bekannt gemachten Rahmenkonzepts möglich.
  • In Sportstätten gilt FFP2-Maskenpflicht, soweit kein Sport ausgeübt wird.
  • Für das Personal von Sportstätten gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske.

Gastronomie:

  • Gastronomische Angebote dürfen unter freiem Himmel und in geschlossenen Räumen unter folgenden Voraussetzungen zur Verfügung gestellt werden:
  1. Gastronomische Angebote dürfen nur zwischen 5 Uhr und 24 Uhr zur Verfügung gestellt werden.
  2. Der Betreiber hat sicherzustellen, dass ein Mindestabstand von 1,5 m zwischen allen Gästen, gewährleistet ist. Dieser Mindestabstand gilt nicht zwischen Personen, die sich innerhalb der gültigen Kontaktbeschränkungen treffen (wie oben beschrieben).
  3. In Gebäuden und geschlossenen Räumen besteht für das Personal, soweit es in Kontakt mit Gästen kommt, Maskenpflicht sowie für Gäste, solange sie nicht am Tisch sitzen, FFP2-Maskenpflicht.
  4. Der Betreiber hat nach der Maßgabe des Rahmenkonzepts, das von den zuständigen Staatsministerien im Einvernehmen mit dem Staatsministerium für Gesundheit und Pflege bekanntgemacht wird, eine Schutz- und Hygienekonzept auszuarbeiten.
  5. Der Betreiber hat die Kontaktdaten der Gäste zu erheben.
  6. Da im Landkreis Schweinfurt der Inzidenzbereich bis 50 gilt, entfällt die Testpflicht für Gäste aus mehreren Hausständen an einem Tisch.
  • Erlaubnisbedürftige reine Schankwirtschaften nach den § 1 Absatz 1 Nummer 1 und § 2 des Gaststättengesetzes dürfen nur unter freiem Himmel öffnen. Für diese sind ebenfalls die o.g. Punkte 1 bis 6 zu beachten!
     
  • Die Abgabe und Lieferung von mitnahmefähigen Speisen und Getränken ist zulässig. In Gebäuden und geschlossenen Räumen besteht für das Personal, soweit es in Kontakt mit Kunden kommt, Maskenpflicht sowie für Kunden FFP2-Maskenpflicht.
  • Erworbene Speisen und Getränke zum Mitnehmen dürfen nicht am Ort des Erwerbs oder in seiner näheren Umgebung verzehrt werden.

Beherbergung:

  • Übernachtungsangebote von Hotels, Beherbergungsbetrieben, Schullandheimen, Jugendherbergen, Campingplätzen und allen sonstigen gewerblichen oder entgeltlichen Unterkünften dürfen unter folgenden Voraussetzungen zur Verfügung gestellt werden:
  1. Jeder Übernachtungsgast hat ohne Rücksicht auf die 7-Tages-Inzidenz vor Ort bei seiner Ankunft einen negativen Testnachweis (max. 24 Stunden alt, POC-Antigentest, vor Ort unter Aufsicht durchgeführter Selbsttest oder PCR-Test mit negativem Ergebnis) vorzulegen. Ein weiterer Testnachweis während des Aufenthalts ist nicht mehr nötig.
  2. Gäste dürfen in einem Zimmer oder einer Wohneinheit nur im Rahmen der bestehenden Kontaktbeschränkungen im Landkreis Schweinfurt (wie oben beschrieben) untergebracht werden.
  3. Der Betreiber stellt durch geeignete Maßnahmen sicher, dass zwischen Gästen, die nicht in einem Zimmer oder einer Wohneinheit untergebracht sind, und zwischen Gästen und Personal grundsätzlich ein Mindestabstand von 1,5 m eingehalten wird.
  4. Für das Personal, soweit es in Kontakt mit Gästen kommt, sowie für die Gäste, solange sie sich nicht am Tisch des Restaurantbereichs oder in ihrer Wohneinheit befinden, gilt Maskenpflicht. Soweit in Kassen und Thekenbereichen durch transparente oder sonst geeignete Schutzwände ein zuverlässiger Infektionsschutz gewährleistet ist, entfällt die Maskenpflicht für das Personal.
  5. Der Betreiber hat ein Schutz- und Hygienekonzept auf der Grundlage eines von den Staatsministerien für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie und für Gesundheit und Pflege bekannt gemachten Rahmenkonzepts für Beherbergungsbetriebe auszuarbeiten und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen.
  6. Der Betreiber hat die Kontaktdaten der Gäste zu erheben.

Kultur:

  • Kulturelle Veranstaltungen in Theatern, Opern, Konzerthäusern, Bühnen, Kinos und sonst dafür geeigneten Örtlichkeiten sind unter folgenden Voraussetzungen zulässig:
  1. In Gebäuden bestimmt sich die zulässige Höchstteilnehmerzahl einschließlich geimpfter und genesener Personen nach der Anzahl der vorhandenen Plätze, bei denen ein Mindestabstand von 1,5 m zu anderen Plätzen gewahrt wird.
  2. Unter freiem Himmel sind höchstens 500 Besucher/innen einschließlich geimpfter und genesener Personen mit festen Sitzplätzen zugelassen.
  3. Im gesamten Veranstaltungsbereich ist grundsätzlich ein Mindestabstand von 1,5 m einzuhalten.
  4. In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz bis 50 (wie derzeit im Landkreis Schweinfurt) müssen die Besucher/innen keinen negativen Testnachweis mehr vorlegen.
  5. Der Betreiber hat ein Schutz- und Hygienekonzept auf der Grundlage eines von den Staatsministerien für Wissenschaft und Kunst und für Gesundheit und Pflege bekannt gemachten Rahmenkonzepts auszuarbeiten und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen. Für den Betrieb von Kinos ist das Schutz- und Hygienekonzept auf der Grundlage eines von den Staatsministerien für Digitales und für Gesundheit und Pflege bekannt gemachten Rahmenkonzepts zu erstellen. 
  6. Der Veranstalter hat die Kontaktdaten der Besucher zu erheben.
  • Für Tagungen, Kongresse und vergleichbare Veranstaltungen entfällt ebenso wie für kulturelle Veranstaltungen das Testerfordernis. Messen sind untersagt.
  • Für gastronomische Angebote gelten die in o.g. Ausführungen zur Gastronomie.
     
  • Für Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Objekte der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen und vergleichbare Kulturstätten sowie zoologische und botanische Gärten gelten die unter Kultur genannten Ausführungen zu Ziffer 1, 3, 5 und 6. Das bedeutet insb., dass für den Besuch dieser Einrichtungen kein negativer Corona-Test notwendig ist.
     
  • Bei musikalischen oder kulturellen Proben von Laien- und Amateurensembles richtet sich die Höchstzahl der Teilnehmer nach der Größe des zur Verfügung stehenden Raumes, bei dem der nach dem Rahmenkonzept der Staatsministerien für Wissenschaft und Kunst sowie für Gesundheit und Pflege vorgegebene Mindestabstand zuverlässig eingehalten werden kann.

Freizeit:

  • Für Seilbahnen, Fluss- und Seenschifffahrt im Ausflugsverkehr, Stadt- und Gästeführungen, Berg-, Kultur- und Naturführungen sowie Führungen in Schauhöhlen und Besucherbergwerken sowie touristische Bahn- und Reisebusverkehr gilt:
  1. Der Betreiber hat durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen, dass grundsätzlich ein Mindestabstand von 1,5 m zwischen den Fahrgästen eingehalten werden kann.
  2. In geschlossenen Räumen, geschlossenen Fahrzeugbereichen und Kabinen gilt für Fahrgäste FFP2-Maskenpflicht sowie für das Kontroll- und Servicepersonal, soweit es in Kontakt mit Fahrgästen kommt, Maskenpflicht.
  3. Der Betreiber hat ein Schutz- und Hygienekonzept auf der Grundlage eines von den Staatsministerien für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie und für Gesundheit und Pflege bekannt gemachten Rahmenkonzepts auszuarbeiten
  • Bei Flusskreuzfahrten benötigen die Passagiere bei der Einschiffung, wenn diese in Bayern erfolgt, und am Tag eines Landgangs einen negativen Testnachweis (wie oben beschrieben).
     
  • Für Freizeitparks, Indoorspielplätze und vergleichbare ortsfeste Freizeiteinrichtungen, Badeanstalten, Hotelschwimmbäder, Thermen, Wellnesszentren, Saunen, Solarien, Spielhallen, Spielbanken und Wettannahmestellen sind die o.g. Voraussetzungen ebenfalls einzuhalten.

    Zudem sind folgende ergänzende Maßgaben einzuhalten:
  1. Es darf nicht mehr als ein/e Besucher/in je 10 qm zugänglicher Fläche gleichzeitig zugelassen werden.
  2. Für gastronomische Angebote sowie Theateraufführungen, Filmvorführungen und ähnliche Veranstaltungen gelten die jeweils speziellen Regelungen für diesen Bereich.
  3. Da der Landkreis Schweinfurt im Inzidenzbereich bis 50 eingestuft ist, entfällt die Testpflicht für alle Besucher/innen.
  • Bordelle, Prostitutionsstätten, Clubs, Diskotheken, sonstige Vergnügungsstätten und vergleichbare Freizeiteinrichtungen sind geschlossen.

Schulen:

  • An Schulen mit Standort im Landkreis Schweinfurt findet Präsenzunterricht für alle Schularten statt.
     
  • Die Bestimmungen zur Maskenpflicht sind zu beachten. Auf dem Schulgelände, während der Mittagsbetreuung sowie unbeschadet der Anforderungen des § 19 der 13. BayIfSMV während der schulischen Abschlussprüfung besteht Maskenpflicht nach den Bestimmungen des § 3 der 13. BayIfSMV mit folgenden Maßgaben: 
     
  • Für die Lehrkräfte, Schulverwaltungspersonal und Schülerinnen und Schüler ab Jahrgangsstufe 5 gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske.

    Es gelten hierbei folgende Ausnahme bei der Maskenpflicht:
     
  • während des Sportunterrichts
     
  • für Schülerinnen und Schüler entweder nach Genehmigung des aufsichtsführenden Personals aus zwingenden pädagogisch- didaktischen oder schulorganisatorischen Gründen
     
  • während einer Stoßlüftung des Klassen- oder Aufenthaltsraumes sowie kurzzeitig im Außenbereich unter freiem Himmel
     
  • für das Schulverwaltungspersonal nach Erreichen des jeweiligen Arbeitsplatzes, sofern nicht weitere Personen anwesend sind.
     
  • Die bisher gültigen Regelungen zu den Testungen gelten weiter. Am Präsenzunterricht sowie an der Mittagsbetreuung dürfen nur Schülerinnen und Schüler teilnehmen, wenn sie sich zwei Mal wöchentlich einem Corona-Test unterziehen.
  • Es zählt entweder in der Schule unter Aufsicht ein Selbsttest mit negativem Ergebnis oder ein aktueller, negativer Corona-Test in Form eines PCR- oder POC-Antigenschnelltests, der durch medizinisch geschultes Personal durchgeführt wird, max. 48 Stunden alt). Ein zuhause durchgeführter Selbsttest reicht hier nicht aus.
  • Diese Testpflichten gelten ebenso für Lehrkräfte und das weitere Schulverwaltungspersonal.
  • Neu ist, dass die Schule das Testergebnis auch auf Antrag für außerschulische Zwecke bescheinigen darf.
     
  • Die Schulen und Träger der Mittagsbetreuung haben für alle Tätigkeiten auf dem Schulgelände ein Schutz- und Hygienekonzept auf der Grundlage eines ihnen von den Staatsministerien für Unterricht und Kultus und für Gesundheit und Pflege zur Verfügung gestellten Hygieneplans (Rahmenhygieneplans) auszuarbeiten.

Kita und außerschulische Bildung:

  • Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen, Ferientagesbetreuung und organisierte Spielegruppen für Kinder mit Standort im Landkreis Schweinfurt sind geöffnet.
     
  • Die bisher gültigen Regelungen zu den Testungen für Schülerinnen und Schüler gelten weiter. Schülerinnen und Schüler dürfen am genannten Betreuungsangebot nur teilnehmen, wenn sie die bekannten Testpflichten einhalten.
     
  • Die jeweiligen Träger haben ein Schutz- und Hygienekonzept auf der Grundlage eines ihnen von den Staatsministerien für Familie, Arbeit und Soziales und für Gesundheit und Pflege zur Verfügung gestellten Rahmenhygieneplans auszuarbeiten.
     
  • Angebote der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie Angebote der Erwachsenenbildung und vergleichbare Angebote anderer Träger sowie sonstige außerschulische Bildungsangebote sind in Präsenzform zulässig. Diese Angebote sind nur möglich, wenn zwischen allen Beteiligten ein Mindestabstand von 1,5 m gewahrt ist. Es besteht Maskenpflicht, soweit der Mindestabstand nicht zuverlässig eingehalten werden kann.
     
  • Instrumental- und Gesangsunterricht im Rahmen des § 22 Absatz 4 der 13. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung ist in Präsenzform zulässig unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregelungen.
     
  • Präsenzunterricht an Hundeschulen ist zulässig unter Einhaltung der o.g. Voraussetzungen (z. B. Mindestabstand von 1,5 m, Maskenpflicht etc.).
     
  • Der jeweilige Betreiber hat ein Schutz- und Hygienekonzept auszuarbeiten.

Abfallwirtschaft:

Die Entsorgungseinrichtungen im Landkreis haben regulär geöffnet. Für den Zutritt ist kein Corona-Test erforderlich. Weiterführende, aktuelle Informationen finden Sie über diesen Link.

Wichtige Hinweise:

Auf die entsprechende Bekanntmachung des Landratsamts Schweinfurt vom 8. Juni 2021 wird verwiesen.

Es gilt außerdem zu beachten, dass darüber hinaus auch die weiteren Bestimmungen der 13. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung weiterhin gelten.

Ist die Vorlage eines Corona-Tests erforderlich, gilt, dass vollständig geimpfte und genesene Personen keinen Corona-Test vorweisen müssen. Im Bedarfsfall muss ein entsprechender Nachweis über die vollständige Impfung oder den Status als genesene Person vorgelegt werden.

Die aktuell gültigen Regelungen im Landkreis Schweinfurt können Sie hier nochmals im Detail nachlesen. Dort erhalten Sie wichtige und ausführliche Erläuterungen dazu. Neben einer detaillierten grafischen Darstellung finden Sie weiterführende Informationen zu den aktuell gültigen Maßnahmen in Bayern hier.

 


Weiterführende Informationen finden Sie außerdem hier: