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Die Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen
am Landratsamt Schweinfurt

17.10.2017

 

Wissenswertes

 
Apgar-Test: Wichtige Noten für Ihr Baby:
Der Apgartest wurde 1952 von der amerikanischen Anästhesistin Virginia Apgar entwickelt. Fünf Merkmale werden geprüft: Durchblutung der Haut, Muskelspannung, Atmung, Herztöne und Reflexe. Für jedes Merkmal werden bis zu zwei Punkte vergeben. Der Test wird dreimal durchgeführt: direkt nach der Geburt, nach fünf und nach zehn Minuten. So entsteht ein Wert aus drei Zahlen. Bei einem Wert zwischen acht und zehn Punkten ist das Kind ganz fit, bei einem Wert unter fünf braucht es sofort medizinische Hilfe. Beispiel: Ein Apgar-Wert von 8/10/10 könnte heißen, dass das Baby direkt nach der Geburt eine kleine Einschränkung (z. B. bläuliche Haut) hatte, sich aber bei der zweiten Messungen völlig erholt hat.                                          

Präimplantationsdiagnostik (PID)                                                            
Die Präimplantationsdiagnostik, kurz PID, kann bei einer künstlichen Befruchtung Auskunft darüber geben, ob ein im Reagenzglas gezeugter Embryo einen genetischen Defekt hat. Die Untersuchung findet statt, bevor der Arzt den Embryo in die Gebärmutter einpflanzt.
Somit werden nur genetisch unauffällige Embryonen eingesetzt. Diese Vorgehensweise ermöglicht aber beispielsweise auch, die Bestimmung des Geschlechts eines Kindes.
Bisher war diese Methode in Deutschland sehr umstritten und gesetzlich nicht geregelt.Das hat sich seit dem 7. Juli 2011 grundlegend geändert. Seither dürfen Embryonen bereits vor der Befruchtung auf schwere genetische Erkrankungen untersucht werden, so hat die Mehrheit im Bundestag entschieden. Moralische und ethische Bedenken bleiben bis zuletzt, nicht nur bei den Politikern.


Mehr zu diesem Thema finden Sie unter folgender Adresse: 

http://www.bmg.bund.de/glossarbegriffe/p-q/praeimplantationsdiagnostik.html
 
Blutgruppenunverträglichkeit
Die Blutgruppenverträglichkeit, auch Rhesusinkompatibilität genannt, tritt bei ca. 12 % der Schwangeren auf und kann zu einer Gefahr für das Kind werden. Da Mutter und Kind nicht automatisch die selbe Blutgruppe besitzen und damit auch nicht den selben Rhesusfakor, kann es zur sogenannten Blutgruppenunverträglichkeit kommen. Wenn beispielsweise die Mutter rhesus-negativ und das Kind rhesus-positiv ist, bildet die Mutter Antikörper gegen die Blutkörper des Babys. Dadurch kann es beim Kind zu Blutarmut, Gelbsucht und Gehirnschäden kommen, wenn das Blut von Mutter und Kind in Kontakt kommen.
Da diese Gefahren jedoch bekannt sind werden in diesem Fall vorbeugende Maßnahmen getroffen. So erhält die Mutter in der 28. Schwangerschaftswoche eine Spritze mit der sogenannten Rhesusprophylaxe. Diese verhindert die Bildung von Antikörpern bei der Mutter und schützt damit das ungeborene Kind.

www.netdoktor.at/schwangerschaft/rhesusfaktor.shtml oder de.wikipedia.org/wiki/Rhesus-Inkompatibilit%C3%A4t

Beschäftigungsverbot während der Schwangerschaft
Sobald eine Berufstätige ihren Arbeitgeber über ihre Schwangerschaft informiert hat, so muss dieser sich an das Mutterschutzgesetz halten. Ein Teil dieses Gesetzes betrifft das Beschäftigungsverbot. Hierin ist geregelt, wann Schwangere an ihrem Arbeitsplatz nicht weiter beschäftigt werden dürfen. Dies gilt, wenn die Gesundheit oder das Leben der Mutter oder des Kindes gefährdet ist. Benötigt wird dafür ein ärztliches Attest.

individuelles Beschäftigungsverbot
Weiterhin besteht das individuelle Beschäftigungsverbot für besondere Situationen. Diese können beispielsweise sein: eine Risikoschwangerschaft, Mehrlingsgeburt, Gefahr einer Frühgeburt oder andere gesundheitliche Beeinträchtigungen. Auch hier entscheidet der Arzt, ob die Voraussetzungen gegeben sind.

weitere Informationen zum Beschäftigungsverbot finden sie im Mutterschutzgesetz unter:

http://www.gesetze-im-internet.de/muschg/BJNR000690952.html#BJNR000690952BJNG000202308

Auswirkungen von Ringelröteln während der Schwangerschaft
Ringelröteln sind eine ansteckende Viruserkrankung und zählen zu den klassischen Kinderkrankheiten. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass gelegentlich auch Erwachsene daran erkranken. Die Erkrankung verläuft meist ohne Komplikationen, jedoch können Ringelröteln während einer Schwangerschaft sehr gefährlich sein. Über die Plazenta kann das ungeborene Kind mit dem Erreger infiziert werden, was zu schweren Missbildungen und anderen gesundheitlichen Schäden führen kann. In den schwerwiegendsten Fällen kann es sogar zur Fehl- oder Totgeburt kommen.
Um dies zu verhindern wird bei einer erkrankten Mutter das Kind im Mutterleib kurzfristigen Ultraschalluntersuchungen unterzogen um auf erste Anzeichen reagieren zu können und möglichen Komplikationen vorzubeugen. Dies geschieht beispielsweise durch eine Bluttransfusion, die das ungeborene Kind direkt über die Nabelschnur verabreicht bekommt.

Weitere Informationen erhalten Sie unter folgender Adresse:

http://www.familienplanung.de/schwangerschaft/die-schwangerschaft/beschwerden-und-krankheiten/krankheiten-und-infektionen/ringelroeteln/

Toxoplasmose in der Schwangerschaft
Toxoplasmose ist eine Infektionserkrankung, die durch Parasiten verursacht wird. Während die Toxoplasmose für gesunde Menschen im Allgemeinen harmlos und ohne Folgen verläuft, kann sie in der Schwangerschaft nach Übertragung auf das ungeborene Kind zur Fehlgeburt oder zu teilweise schweren Schäden führen. Dabei ist vor allem die Erstinfektion in der Schwangerschaft problematisch.
Übertragen wird die Erkrankung vor allem durch Katzen, die als Wirt für die Parasiten fungieren. Die Katzen scheiden Eier (Oozyten) dieses Erregers mit dem Kot aus. Somit ist es ratsam, sich nach jedem Kontakt mit einer Katze die Hände zu waschen. Neben Katzen sind vor allem rohes oder halbrohes Fleisch infizierter Schlachttiere ursächlich für eine Toxoplasmose. Daher wird empfohlen auf den Genuss von rohen Fleischprodukten (z.B. Mett, Tatar) während der Schwangerschaft zu verzichten.

weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie unter:

http://www.bfr.bund.de/cm/343/rohwurst_kann_eine_infektionsquelle_fuer_toxoplasmose_sein.pdf


Kein Rohmilchkäse in der Schwangerschaft
In der Schwangerschaft und Stillzeit ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung für Sie und Ihr Kind besonders wichtig. Deshalb gibt es einiges zu beachten: Auf den Verzehr von  Frisch- oder Weichkäse aus Rohmilch sollten sie verzichten, weil diese Listerien enthalten können. Das sind Bakterien, die beim ungeborenen Kind gefährliche Infektionen auslösen können. Da Rohmilchkäse nicht über 40° C erhitzt wird, bleibt die natürliche Bakterienflora erhalten.
Das bedeutet jedoch nicht, dass Käse grundsätzlich während der Schwangerschaft ein Gesundheitsrisiko darstellt, denn pasteurisierte (erhitzte) Milch und die daraus hergestellten Milchprodukte sind unbedenklich.

Weitere Informationen erhalten Sie unter folgender Adresse:

http://www.familienplanung.de/schwangerschaft/die-schwangerschaft/beschwerden-und-krankheiten/krankheiten-und-infektionen/listeriose/

 







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