© Anand Anders

Kompostierung im eigenen Garten

Kompost ist ein Geschenk der Natur

Kompost ist der wichtigste und zugleich billigste Humuslieferant des Gartens. Eine gute Humusversorgung ist die Voraussetzung einer dauerhaften Bodenfruchtbarkeit. Da der Kompost gleichzeitig Nährstoffe enthält, können erhebliche Mengen Torf und Dündemittel eingespart werden. Beides ist aus ökologischer Sicht sinnvoll und freut den Geldbeutel.

Durch die Verdauungstätigkeit von Bakterien, Pilzen und Kleinlebewesen wie Asseln, Milben und Würmern wird Küchen- und Gartenabfall abgebaut. Was übrig bleibt, ist Humus.

Humusbildung findet überall dort statt, wo lebendes Material abstirbt. Im Komposthaufen läuft dieser Vorgang schneller und bei günstigen Bedingungen unter Selbsterhitzung ab.

Der Hobby- oder Profigärtner muss also nichts anderes tun als den Bakterien und Pilzen das Dasein so angenehm wie möglich zu machen.

Für deren Nahrung ist gesorgt. Die befindet sich schon im Bioabfall. Zusatzstoffe sind unnötig und kosten nur Geld. Ausreichend Feuchtigkeit muss gewährleistet sein, denn ohne Wasser stellen die Mikroorganismen ihre Arbeit ein. Ertrinken diese jedoch, gewinnen die Fäulnisbakterien die Oberhand und sorgen für unangenehme Gerüche. Kompost sollte sich so feucht "wie ein ausgedrückter Schwamm" anfühlen. Je nachdem, wie locker die Bioabfälle liegen, kann es notwendig sein, den Komposthaufen durch Umsetzen zu belüften. Bei Sauerstoffmangel werden die gewünschten Bakterien gehemmt und die Rottezeit des Komposts verlängert sich entsprechend.

Jeder produziert 100 Liter Küchenabfälle pro Jahr, jeder Quadratmeter Garten erhöht diese Menge um weitere 10 Liter. Durch die fortdauernde Verrottung halbiert sich dieser Wert. So kann man die Größe seines Komposters berechnen und beginnen, von Torf und Düngemitteln unabhängig zu werden. Im wahrsten Sinne des Wortes: ein Geschenk der Natur!

Stand: 30.08.2018
Gefäßverwaltung, Abfallberatung und Buchhaltung (43.2)