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Innenentwicklung Erstbauberatung

Mit der Einführung von Beratungsgutscheinen im Landkreis Schweinfurt wird Bau- bzw. Umbauinteressierten für Gebäude und Baulücken im Ortskern eine kostenlose Erstbauberatung angeboten.

Im Rahmen eines Beratungsgesprächs mit einer Architektin oder einem Architekten bzw. einer Fachplanerin oder einem Fachplaner werden Gestaltungsmöglichkeiten besprochen und Hilfestellungen bei Unklarheiten und schwierigen Fragen gegeben. Die Beratungssuchenden werden in ihrem Vorhaben, im Ortskern zu bauen, zu sanieren oder nachzuverdichten, nachhaltig bestärkt sowie für Fragen der regionalen Baukultur sensibilisiert.

Ein Gutschein hat einen Wert von bis zu 500 Euro (dies entspricht einem Beratungsumfang von bis zu 5 Stunden inkl. Innendienstarbeiten) und kann in der jeweiligen Stadt, dem jeweiligen Markt und der jeweiligen Gemeinde (ausgenommen: Gemeinde Schwebheim) beantragt werden.
 
Die Beratungsgutscheine werden über das EU-Förderprogramm LEADER gefördert. Den verbleibenden Eigenanteil finanzieren die Stadt, Märkte und Gemeinden und der Landkreis Schweinfurt. 
 

Nach der aktuellen Fassung der Förderrichtlinie für Erstbauberatungen durch Architektinnen und Architekten sowie Fachplanerinnen und Fachplaner in Altortbereichen des Landkreises Schweinfurt sind die folgenden Voraussetzungen zur Inanspruchnahme einer kostenlosen Erstbauberatung zu erfüllen:

  • Das zu beratende Objekt liegt im Fördergebiet des jeweiligen Ortsteils. Das Fördergebiet orientiert sich an den historischen Ortskernen, ausgeschlossen sind insbesondere Siedlungsgebiete der Nachkriegszeit und jünger sowie Einöden. Ausgeschlossen sind weiterhin Gebiete, in denen Beratungsgespräche über laufende Verfahren der Dorferneuerung oder Städtebauförderung angeboten werden. Die Pläne sind in den Gemeinden einsehbar
  • Das zu beratende Objekt befindet sich im Eigentum des oder der Beratungssuchenden oder es kann ein berechtigtes Erwerbsinteresse nachgewiesen werden. 
  • Es hat noch kein Beratungsgepräch über LEADER für das Objekt stattgefunden. Grundsätzlich erfolgt eine Bauberatung pro Wirtschaftseinheit
  • Antragstellung 

Der oder die Beratungssuchende stellt einen Antrag auf Erstbauberatung in der zuständigen Stadt- / Markt- / Gemeindeverwaltung. 

  • Überprüfung Förderfähigkeit 

Die Stadt- / Markt- / Gemeindeverwaltung überprüft die Förderfähigkeit des Antrags und leitet diesen bei einem positiven Ergebnis an das Landratsamt Schweinfurt weiter. 

  • Beratungsgutschein 

Der Beratungsgutschein wird zentral vom Landratsamt Schweinfurt ausgegeben. 

  • Terminvereinbarung 

Sobald dem oder der Beratungssuchenden der Beratungsgutschein vorliegt, kann ein Gesprächstermin mit dem Wunschberater oder der Wunschberaterin vereinbart werden. Je konkreter bereits zu diesem Zeitpunkt das Bau- bzw. Sanierungsanliegen benannt werden kann, desto besser kann sich auch der Bauberater bzw. die Bauberaterin auf das Gespräch vorbereiten. 

  • Beratungsgespräch

Das Beratungsgespräch findet zwischen dem oder der Beratungssuchenden und dem Berater bzw. der Beraterin statt. Darüber hinaus ist es möglich, dass eine Vertreterin bzw. ein Vertreter der Gemeindeverwaltung und / oder des Landratsamtes am Beratungstermin teilnehmen.

  • Beratungsprotokoll

Das beratende Büro erstellt eine umfassende Dokumentation zum Beratungsgespräch und stellt sie dem oder der Beratungssuchenden zur Verfügung. Das Protokoll kann als Hilfestellung für die weiteren Bauplanungen dienen. 

  • Feedback-Fragebogen 

Nach Abschluss des Beratungsgesprächs wird zur Programmoptimierung ein Feedback-Fragebogen zur internen Auswertung an die Beratungssuchenden versendet.  

Es handelt sich lediglich um eine Erstbauberatung handelt. In skizzenhafter Form werden hierbei Vorschläge für die Gestaltung und Umsetzung von Bauvorhaben im Ortskern erarbeitet. Diese können als Grundlage für die weitere Bauplanung genutzt werden. Das Beratungsgespräch dient in erster Linie der Ideenfindung. Das Beratungsgespräch beinhaltet keine HOAI-Leistungen.

Die Beratungsgutscheine sind Bestandteil eines LEADER-Projektes. Der Bewilligungszeitraum endet am 31.10.2019.

Es entstehen keine Kosten für die Beratungssuchenden. 

Stand: 19.10.2018
Kreisentwicklung, Regionalmanagement (12.1)