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Geht der Wirtschaft die Puste aus?

IHK Würzburg-Schweinfurt erwartet in aktueller Konjunkturanalyse gemäßigtes Wachstum

Die IHK Würzburg-Schweinfurt stellt in ihrer aktuellen Konjunkturanalyse fest, dass sich die mainfränkische Wirtschaft sich zum Jahresanfang robust präsentiert – allerdings verliert das Wachstum an Schwung. Die regionalen Unternehmen berichten von guten Geschäften, die Aussichten auf den weiteren Jahresverlauf haben sich jedoch eingetrübt.

Mehr als jedes zweite Unternehmen berichtet von guten Geschäften, 41 Prozent sind zufrieden. Die Betriebe profitieren weiter von der solide wachsenden Inlandsnachfrage, während im Exportgeschäft Einbußen zu verzeichnen sind. Mit Blick auf den weiteren Jahresverlauf schwindet jedoch die Zuversicht, größere Wachstumssprünge realisieren zu können. Zwei Drittel der Unternehmen rechnen künftig mit ähnlich guten Geschäften wie zuletzt. Zuwächse erwarten 19 Prozent, 15 Prozent eine Eintrübung.

Die Aussichten sind dabei geprägt von gestiegener Unsicherheit: Ob Handelskonflikte, Strafzölle und Sanktionen, der womöglich ungeordnete Brexit, Instabilitäten innerhalb der Europäischen Union, die schwächelnde Wirtschaft Chinas oder die Diesel-Krise – die mainfränkische Wirtschaft sieht sich mit einer Vielzahl wirtschaftspolitischer Risiken konfrontiert.

Für 2019 rechnen die Unternehmen mit einer stabilen Binnennachfrage, die Absatzchancen im Ausland werden hingegen als schwierig eingestuft. Trotz allem senden die mittelfristigen Planungen der Unternehmen weiter positive Signale aus: Die Investitionsabsichten bleiben expansiv, jeder dritte Betrieb möchte hier in nächster Zeit aktiv werden.

Auch die Beschäftigungspläne folgen ihrem moderaten Aufwärtstrend. Jedes fünfte Unternehmen möchte Personal einstellen, 15 Prozent Stellen streichen. Die benötigten Fachkräfte zu finden gestaltet sich jedoch schwierig, denn der Fachkräftemangel gilt weiterhin als größtes Konjunkturrisiko.

Nach derzeitigem Stand dürfte die mainfränkische Wirtschaft somit ihren Wachstumstrend auch im Jahr 2019 fortsetzen, allerdings mit deutlich gemäßigterem Tempo.