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Aktuelles Archiv

Hier finden Sie alle Artikel, die bislang unter "Aktuelles" erschienen sind.

Im Oktober des letzten Jahres hat das Bundeswirtschaftsministerium einen Antragsstopp für das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand verhängt. Der abrupte Stopp war für viele Unternehmen ein Schock. Aber seit Anfang August können wieder Förderanträge gestellt werden. Hier stellen wir Ihnen die ZIM-Förderung kurz vor und nennen die Änderungen, die zu beachten sind.

ZIM unterstützt den Mittelstand bei Forschung und Innovation

Das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand oder kurz ZIM ist das branchen- und technologieoffene Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz. Es richtet sich gezielt an den deutschen Mittelstand, den das BMWK als vielfältig und dynamisch, bodenständig und innovativ beschreibt.

Diese Eigenschaften greift das ZIM auf: Es ist offen für vielfältige Projekte, die sich mit verschiedensten Technologien aus den unterschiedlichsten Branchen beschäftigen. Bodenständige Ideen aus dem Handwerk werden genauso gefördert, wie Disruptionen aus Hightech-Branchen. Beispiele für ZIM-geförderte Projekte finden sich unter diesem Link.

Und ZIM ist flexibel. Unternehmen können ihr Projekt alleine durchführen (Einzelprojekt) oder auch mit anderen Unternehmen und/oder Partnern aus der Wissenschaft (Kooperationsprojekt).

Da die ZIM-Förderung auf den Mittelstand ausgerichtet ist, haben aber nur Unternehmen mit max. 499 Beschäftigten die volle Wahlfreiheit zwischen den Projektarten. Größere Unternehmen mit max. 999 Beschäftigen sowie Institutionen der Wissenschaft werden nur im Rahmen von Kooperationsprojekten gefördert.

Die ZIM-Förderung lohnt sich auch finanziell

Abgesehen davon, kann die ZIM-Förderung auch einen echten Beitrag zur Finanzierung eines FuE-Projektes leisten. In definierten Konstellationen gibt es vom Wirtschaftsministerium einen Zuschuss von 60% auf die zuwendungsfähigen Kosten. Das minimiert das finanzielle Risiko eines Projektes deutlich.

Zuwendungsfähig sind Personalkosten, die Kosten für FuE-Aufträge an Dritte und die sogenannten übrigen Kosten, die bei ZIM allerdings pauschal abgegolten werden.

Weitere Pluspunkte der ZIM-Förderung

ZIM setzt aber nicht nur beim Kern des Projektes an, der Entwicklung innovativer Produkte, Verfahren oder technischer Dienstleistungen. Wenn gewünscht, bezuschusst das BMWK auch eine Durchführbarkeitsstudie zur Vorbereitung eines Projektes sowie auch Maßnahmen zur Markteinführung.

Unter Maßnahmen zur Markteinführung fallen:

  • Erwerb, Schutz, Verwertung immaterieller Vermögenswerte
  • Marktforschung
  • Tests und Zertifizierung
  • Messeauftritte
  • usw.

Was ändert sich mit dem Neustart der ZIM-Förderung?

Das BMWK erwartet nach dem ZIM-Neustart einen sehr hohen Antragseingang und ändert vor dem Hintergrund des verfügbaren Budgets die Förderbedingungen an mehreren Stellen:

Für Unternehmen, die bereits eine Bewilligung für ein FuE-Projekt erhalten haben, ist erst 24 Monate nach der letzten Bewilligung eine weitere Bewilligung möglich. Wichtig: Dies gilt auch rückwirkend.

Zukünftig wird die Möglichkeit von Laufzeitverlängerungen der Projekte und von Mittelverschiebungen streng eingeschränkt, um zu hohe Vorbindungen in den Folgejahren zu verhindern und die Flexibilität für neue Vorhaben langfristig zu erhalten.

Die im Jahr 2020 wg. der Pandemie eingeführten Erleichterungen werden wieder in den alten Zustand überführt.

Soweit der aktuelle Stand. Das BMWK schließt weitere Änderungen aber nicht aus. Das sei abhängig vom Antragseingang beziehungsweise der Zahl der Förderanträge, die bewilligt werden sollen.

Antragstellung wird vereinfacht

Der Neustart wird auch dazu genutzt, die ZIM-Antragstellung zu vereinfachen. Alle Dokumente können online über Upload-Portale der ZIM-Projektträger eingereicht werden. Für die digitale Antragstellung stehen auf der ZIM-Website ab sofort aktualisierte Formulare zur Verfügung.

Planen Sie ein innovatives Projekt?

Wenn Sie sich für die ZIM-Förderung oder auch ein anderes Förderprogramm interessieren, können Sie gerne das Servicecenter Förderberatung ansprechen. Die Beratung ist für Unternehmen aus dem Landkreis kostenlos.

Sie erreichen das Servicecenter Förderberatung von Montag bis Freitag von 9:30 Uhr bis 16:30 Uhr unter der Telefonnummer: 09721/55-840 oder per E-Mail an die Adresse foerderberatung@lrasw.de.

Und unter diesem Link können Sie sich zu einer Online-Beratung per MS-Teams anmelden.

Das Bundesumweltministerium hat ein neues Förderprogramm, "DigiRess" ins Leben gerufen. Das Förderprogramm richtet sich an KMU. Für dieses Jahr gibt es fünf Einreichungstermine.

Über DigiRess werden Projekte gefördert, mit denen Unternehmen ihre Prozesse und/oder Produkte digital optimieren, um Ressourcen einzusparen. Mit Ressourcen sind Rohstoffe, Werkstoffe, Vorprodukte sowie Hilfs- und Betriebsstoffe gemeint.

Die digitalen Lösungen müssen fortschrittlich, aber nicht zwingend innovativ sein. Neuinvestitionen in digitale Anlagentechnik und IT-Infrastruktur, die dem Stand-der-Technik entsprechen, sind förderfähig. Ebenso die digitale Optimierung oder Nachrüstung von bereits vorhandenen Maschinen oder Anlagen.

Außerdem können über DigiRess auch Projekte zu digitalen Geschäftsmodellen für ressourceneffiziente und zirkuläre Wertschöpfung gefördert werden.

Das Ministerium nennt in der Förderrichtlinie eine Reihe von Beispielen für förderfähige Projekte und Aktivitäten:

Digitale Optimierung von Prozessen

  • Digitale Lösungen zur Optimierung der Prozessplanung
  • Digitale Lösungen zur Senkung des Ressourcenverbrauchs in der Produktion durch Optimierung von Produktionsparametern
  • Digitale Lösungen zur Optimierung der Kreislaufführung von Wertstoffen, Hilfs- und Betriebsstoffen
  • Investitionen in digitale Anlagentechnik und IT-Infrastruktur in der Produktion

Digitale Optimierung von Produkten

  • Maßnahmen zur Schließung von Materialkreisläufen durch den Ersatz von Primärrohstoffen durch Sekundärrohstoffe
  • Kreislaufgerechte Produktgestaltung,
  • Verlängerung der technischen Produktlebensdauer und/oder der Nutzungsdauer
  • Konstruktion ressourceneffizienter Produkte mittels digitaler Entwicklungsmethoden und -werkzeuge

Digitale Geschäftsmodelle für ressourceneffiziente und zirkuläre Wertschöpfung

  • Aufbau digitaler Plattformen
  • Aufbau nachhaltiger digitaler Geschäftsmodelle
  • Aufbau von Produkt-Service-Systemen mit nachhaltiger Rückführungsstruktur nach der Nutzungsphase des Produkts

Die Förderhöhe ist von der Fördervariante (De-minimis, AGVO) abhängig. In der Spitze hat der Fördersatz eine Höhe von 75% auf die zuwendungsfähigen Kosten. Mit Zuschlägen sogar eine Höhe von max. 85%.

Das Antragsverfahren ist zweistufig und startet mit der Einreichung einer Projektskizze. Das ist jeweils bis zu diesen Stichtagen möglich:

  • 15.08.22
  • 15.09.22
  • 15.10.22
  • 15.11.22
  • 15.21.22

Ab den Stichtagen werden die bis dahin eingereichten Skizzen vom Projektträger geprüft. Antragsteller, deren Skizze positiv bewertet wird, müssen anschließend noch einen förmlichen Förderantrag einreichen.

Für die Beratung zum Förderprogramm DigiRess wenden Sie sich an den Servicecenter Förderberatung.

Was sind eigentlich EU-Fördermittel?

Fördermittelberater verstehen unter EU-Fördermitteln Zuschüsse, die man in einem Programm beantragen kann, für das die Europäische Union direkt verantwortlich ist. Dementsprechend werden Förderanträge bei der EU-Kommission oder bei einer von der Kommission beauftragten Organisation gestellt, zum Beispiel einer Agentur.

Analog dazu sind mit deutschen Fördermitteln Zuschüsse gemeint, die man in einem Förderprogramm beantragen kann, für das die Bundesregierung oder ein Bundesland verantwortlich ist. Dementsprechend sind Förderanträge bei einer Organisation in Deutschland zu stellen.

Ein Beispiel dafür aus dem Freistaat Bayern ist der Digitalbonus.

Aber: In nicht wenige deutsche Förderprogramme fließen auch Mittel aus den großen europäischen Struktur- und Investitionsfonds wie

  • dem EFRE,
  • dem ELER,
  • dem ESF+
  • usw.

ein. Wer einen Zuschuss aus solchen Programmen erhält, bekommt in gewisser Weise auch EU-Fördermittel.

Als Beispiel dafür finden sich unter diesem Link die Programme, die Bayern in der Förderperiode 2021 bis 2027 mit Mitteln aus dem EFRE betreiben wird.

Trotzdem sind aber auch das deutsche Fördermittel, weil sie eben auf Basis deutscher Förderprogramme vergeben und bei deutschen Stellen beantragt werden müssen.

EU-Fördermittel: Think big!

Grundsätzlich verfolgen die EU und die Mitgliedsstaaten mit ihren Förderprogrammen und den daraus bewilligten Fördermitteln den gleichen Zweck: Sie wollen damit Projekte und Aktivitäten unterstützen, die ihnen wichtig sind und ihrer politischen Agenda entsprechen. Das können zum Beispiel Projekte in den Bereichen

  • Digitalisierung,
  • Infrastruktur,
  • Innovationen,
  • Umwelt- und Klimaschutz,
  • Gesundheit
  • usw.

sein. Aber auch wenn es um denselben Förderzweck geht, bewegen sich die EU und Deutschland mit ihren Programmen im Prinzip auf unterschiedlichen Ebenen.

Grund dafür ist das Subsidiaritätsprinzips: „Nach dem Subsidiaritätsprinzip wird die Union in den Bereichen, die nicht in ihre ausschließliche Zuständigkeit fallen, nur tätig, sofern und soweit die Ziele der in Betracht gezogenen Maßnahmen weder auf zentraler noch auf regionaler oder lokaler Ebene ausreichend verwirklicht werden können, sondern vielmehr wegen ihres Umfangs oder ihrer Wirkungen auf Unionsebene besser zu verwirklichen sind.“ (Art. 5 des Vertrags über die Europäische Union)

Aus diesem Grund haben die Förderprogramme der EU einen gesamteuropäischen Anspruch: Projekte oder Aktivitäten müssen ein Problem aufgreifen, das nicht nur in einem EU-Mitgliedsstaat besteht oder Lösungen anbieten, die von europaweitem Interesse sind.

Digitalisierung und Infrastruktur

Bei der Förderung von Digitalisierung und Infrastruktur, zum Beispiel über die Connecting Europe Facility, zeigt sich der europäische Anspruch darin, dass Lücken in den europäischen Netzen geschlossen werden sollen.

Da die CEF den Menschen in allen Mitgliedstaaten zugutekommen soll, können Projekte mit einem rein lokalen Bezug darüber nicht gefördert werden.

Innovationen

Auch bei der Innovationsförderung bewegen sich die EU und Deutschland nicht auf dem gleichen Terrain.

Die EU bündelt ihre entsprechenden Aktivitäten im Großen und Ganzen in ihrem 9. Rahmenprogramm für Forschung und Innovation mit Namen Horizon Europe. HEU soll nicht weniger als einen ökologischen und digitalen Wandel erreichen. Zum Beispiel durch die Entwicklung von Schlüsseltechnologien.

Deshalb werden über HEU tatsächlich nur hochinnovative Projekte gefördert, für die in der Regel Konsortien gebildet werden müssen, in denen Partner aus mehreren EU-Mitgliedsstaaten oder assoziierten Staaten zusammenarbeiten.

Diese transnationalen Konsortien sind aber keine Bürde. Aus Perspektive der EU realisieren sie den gesamteuropäischen Anspruch. Aus Perspektive der Projektpartner ermöglichen sie grenzüberschreitende Forschung und Entwicklung, bei der alle Partner einen Zuschuss bekommen.

Das ist mit deutschen Förderprogrammen ohne weiteres nicht möglich. Hier gibt es die Förderung nur für Unternehmen in Deutschland.

Selbstverständlich haben auch der Bund und die Bundesländer Förderprogramme, die einen ähnlich ausgeprägten Anspruch an die Innovationshöhe haben wie Horizon Europe. Aber im Gegensatz zur EU gibt es vom Bund und von den Bundesländern auch Förderprogramme, die explizit in die Breite zielen, um möglichst viele Unternehmen zu Forschung und Entwicklung zu motivieren. Beispiele dafür sind

über die auch kleinere Innovationssprünge gefördert werden.

Umwelt- und Klimaschutz

Bei Fördermaßnahmen zugunsten von Umwelt und Klima verhält es sich ähnlich wie bei der Innovationsförderung. Das heißt, es gibt Überschneidungen, aber auch Abgrenzungen.

Sowohl die EU als auch der Bund und die Bundesländer fördern innovativen technischen Umwelt- und Klimaschutz. Das zeigen die folgenden Beispiele:

Im Gegensatz zur EU gibt es vom Bund und von den Bundesländern aber auch Förderprogramme, über die es Zuschüsse für Umwelt- und Klimaschutztechnik gibt, die nicht innovativ ist, also „nur“ dem Stand-der-Technik entspricht.

Ein Beispiel dafür ist die Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft. Hierüber können Unternehmen Zuschüsse bekommen, wenn sie durch Optimierung ihrer Produktionsprozesse und/oder die Anschaffung effizienter Technik Energie oder Ressourcen einsparen.

Also auch bei diesem Förderthema verfolgen Bund und Länder einen breiteren Förderansatz als die EU und halten Förderprogramme für einen deutlich größeren Adressatenkreis vor.

Was bedeutet das für Sie und die Fördermittelberatung?

EU-Fördermittel sind Teil einer Fördermittellandschaft, von der Unternehmen bei der Finanzierung ihrer Projekte und Aktivitäten profitieren können. Sie sind aber häufiger auf speziellere Zwecke und einen kleineren Adressatenkreis zugeschnitten.

Wenn Projekt und Programm „matchen“, können sie aber attraktiver sein als vergleichbare deutsche Förderangebote. Für Unternehmen, die zusammen mit Partnern in Europa forschen und entwickeln wollen, sind EU-Fördermittel wahrscheinlich sogar die erste Wahl. Beispiele dafür, was bei derartigen FuE-Projekten herauskommen kann, finden Sie unter diesem Link.

Zugegebenermaßen ist es aber nicht ganz einfach, die richtige EU-Förderung im Fördermitteldschungel zu finden. Es sei denn, Sie sind ein Unternehmen aus dem Landkreis Schweinfurt. Denn dann können Sie einfach das Servicecenter Förderberatung des Landratsamtes ansprechen.

Allerdings empfehlen wir, sich nicht auf ein bestimmtes (EU-)Förderprogramm zu fixieren. Unter Umständen gibt es eine deutsche Förderalternative, die einfacher zu beantragen ist. Diesen weiten Blick auf die europäische und deutsche Fördermittellandschaft bieten wir Ihnen an.

Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) hat heute den zweiten Förderaufruf im Rahmen der Richtlinie über die Förderung von Nutzfahrzeugen mit alternativen, klimaschonenden Antrieben und dazugehöriger Tank- und Ladeinfrastruktur (KsNI) veröffentlicht. Ergänzt wird die zweite Runde des erfolgreichen Förderprogramms durch einen zusätzlichen Aufruf für Sonderfahrzeuge und Infrastruktur.

Nähere Details der Förderung regeln der Richtlinientext sowie der zweite Förderaufruf und der Sonderaufruf vom 15.06.2022, abrufbar auf der Website der Bewilligungsbehörde Bundesamt für Güterverkehr (BAG) sowie auf www.klimafreundliche-nutzfahrzeuge.de.

Die Antragsstellung wird für beide Aufrufe ab dem 29.06.2022 möglich sein. Zusätzlich besteht bei diesen Förderaufrufen die Möglichkeit, Wasserstofftankinfrastruktur zu beantragen.

Um offene Fragen zur Antragsstellung zu klären, wird es am 27.06.2022 um 14 Uhr ein Online-Seminar, durchgeführt vom BAG, BMDV sowie der NOW, geben.

Die EU, Deutschland und der Freistaat Bayern unterstützen Innovationsprojekte von Unternehmen durch viele Förderprogramme. 

Warum gibt es Innovationsförderung?

Unternehmen, die neue Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen entwickeln, verbessern ihre Wettbewerbsposition. Aber darüber hinaus

  • stärken sie auch die Wirtschaft in Deutschland und Europa,
  • erschließen neue Wissens- und Technologiefelder (Künstliche Intelligenz, Bioökonomie, Wasserstoff usw.) und
  • helfen mit, globale Herausforderungen (Klimawandel, Mikroplastik, Hunger usw.) zu meistern.

Das ist auch im Interesse von EU, Bund und Bundesländern und deshalb unterstützen diese Fördergeber innovative Unternehmen durch eine Vielzahl von Förderprogrammen.

Über diese Programme können Unternehmen einen Zuschuss für ihr innovatives Projekt bekommen und so das finanzielle Risiko der Entwicklung abfedern. Dadurch wollen die Fördergeber verhindern, dass gute Ideen allein an der Finanzierung scheitern und Unternehmen sich mit einem einzigen Projekt finanziell verausgaben.

Der Zuschuss bezieht sich in der Regel auf die eigenen Personalkosten, die ein Unternehmen in seinem Projekt hat. Weitere Kosten, die bezuschusst werden können, sind Kosten für Aufträge an Dritte, Sachkosten usw.

Bei den Förderprogrammen geht es den Fördergebern aber nicht nur darum, Unternehmen finanziell unter die Arme zu greifen. Viele Programme unterstützen auch

  • die Vernetzung von Innovatoren,
  • den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und
  • die Kommerzialisierung der Entwicklung.

Auch wegen dieser Punkte beantragen viele Unternehmen eine Innovationsförderung.

 

Für welche Projekte gibt es Innovationsförderung?

Das Angebot an Fördermitteln ist heute so breit gefächert, dass Projekte aus vielen Branchen und zu vielen Themen eine Förderchance haben. Vorausgesetzt, die Innovationshöhe stimmt.

Die Innovationshöhe stimmt, wenn das Ergebnis der Entwicklung eine Lösung ist, die bisherige Lösungen mit ihren Funktionen, Parametern oder Merkmalen deutlich übertrifft und sich am internationalen Stand der Technik orientiert. „Dasselbe in Grün“ reicht also nicht.

Außerdem muss die Entwicklung ein Marktpotenzial haben. Das klingt selbstverständlich, aber nicht selten ist die Begeisterung für die technischen Aspekte der Entwicklung so groß, dass Unternehmen und insbesondere Startups den wirtschaftlichen Aspekt aus dem Auge verlieren. Deshalb muss heute in praktisch jedem Förderantrag die wirtschaftliche Verwertbarkeit der Entwicklung dargestellt werden.

Um eine Innovationsförderung zu bekommen, muss man sich übrigens nicht mit Weltraumtechnologie oder Kernfusion beschäftigten, clevere Ideen aus Industrie und Handwerk werden auch gefördert. Das zeigt diese Sammlung mit Erfolgs- und Förderbeispielen auf der Webseite ZIM-Programms.

 

Innovationsförderung im Umbruch

Traditionell kreisen die meisten deutschen Innovationsförderprogramme um technisch-dingliche Entwicklungen (Maschine, Fahrzeug, elektronisches Bauteil usw.). Dies verändert sich im Zuge der digitalen Transformation und der erwachenden deutschen Startup-Kultur aber sukzessive. Mehr und mehr werden auch immaterielle Innovationen wie Software in die Förderung miteinbezogen.

 

Beispiele für europäische und deutsche Förderprogramme für Forschung und Innovation:

Horizon Europe: 

Anfang 2021 startete das 9. Forschungsrahmenprogramm der EU mit dem Namen Horizon Europe, das mit einem Budget von 95,5 Mrd. EUR gewaltige finanzielle Dimensionen hat. Es läuft bis Ende des Jahres 2027. Hinter Horizon Europe steht die Vision einer nachhaltigen und fairen Zukunft in Wohlstand für die Menschen und für unseren Planeten - basierend auf den europäischen Werten.

Innovatoren, die sich in die Umsetzung dieser Vision einbringen wollen, eröffnet das Forschungsrahmenprogramm die Möglichkeit,

  • sich europaweit und darüber hinaus zu vernetzen und
  • gemeinsame Projekte mit finanzieller Unterstützung durch die EU voranzutreiben.

Horizon Europe ist sicher nicht der einfachste Einstieg in die Innovationsförderung. Es ist für die 1. Liga in Forschung und Innovation gedacht. Es gibt einfachere Fördermöglichkeiten, zum Beispiel das deutsche ZIM.

Das zentralle Innovationsprogramm Mittelstand:
Das ZIM ist das bekannteste deutsche Innovationsförderprogramm. Es ist für mittelständische Unternehmen eine gute Möglichkeit, Zuschüsse für ihre FuE-Arbeiten zu bekommen.

Ein großer Pluspunkt ist dabei, dass über ZIM nicht nur Hightech gefördert wird, sondern auch bodenständige Projekte aus quasi allen Branchen. Und das ZIM-Programm bietet noch weitere Vorteile:

  • Es werden Einzelprojekte und auch Kooperationsprojekte mit mehreren Partnern gefördert.
  • Es gibt keine Einreichungsfristen, Förderanträge können jederzeit gestellt werden.
  • Eine mehrmalige Förderung von Unternehmen für verschiedene Projekte ist möglich.
  • usw.

Das BMWi hat ZIM im Jahr 2008 gestartet. Seitdem sind mehr als 40.500 Förderanträge bewilligt und auf diesem Wege mehr als 5,5 Milliarden EUR an Zuschüssen verteilt worden (Quelle).

Aktueller Hinweis: Beim ZIM gibt es im Moment einen Antragsstopp. Es ist aber wahrscheinlich, dass eine Antragstellung in den nächsten Monaten wieder möglich sein wird. Unter Umständen mit geänderten Förderbedingungen.

KMU-innovativ:
Ein weiteres deutsches Innovationsförderprogramm ist KMU-innovativ vom Bundesforschungsministerium. KMU-innovativ richtet sich an die gleiche Zielgruppe wie ZIM, nämlich kleine und mittlere Unternehmen, ist aber nicht einfach „dasselbe in Grün“. Während ZIM ein technologie- und branchenoffenes Förderprogramm ist, werden über KMU-innovativ Hightech-Projekte gefördert, die in eines der folgenden Technologiefelder passen:

  • Bioökonomie
  • Elektronik und autonomes Fahren
  • Forschung für die zivile Sicherheit
  • Medizintechnik
  • Informations- und Kommunikationstechnologien
  • Materialforschung
  • Mensch-Technik-Interaktion
  • Photonik und Quantentechnologien
  • Produktionstechnologie
  • Ressourceneffizienz und Klimaschutz

Seit dem Jahr 2007 wurden über KMU-innovativ mehr als 1.700 FuE-Projekte mit rd. 1,26 Milliarde EUR gefördert (Quelle).

Forschungszulage:
Die Forschungszulage ist ein recht neues Förderinstrument (seit Anfang 2020). Die Zulage gibt es für Grundlagenforschung, angewandte Forschung und experimentelle Entwicklung. Dabei kann es um Hightech gehen, muss es aber nicht. Denn die Forschungszulage ist ausdrücklich als Breitenförderung ausgelegt, die möglichst viele Unternehmen in Deutschland erreichen soll. Deshalb gibt es sie auch für innovative Ideen aus klassischen Branchen.

Bei der Forschungszulage können jährlich FuE-bezogene Kosten in Höhe von max. 4 Mio. EUR berücksichtigt werden. Das können 100% der Personalkosten sein, die in einem Forschungs- und Entwicklungsprojekt anfallen, und außerdem 60% der Kosten für FuE-Aufträge an Dritte.

Ein Vorteil der Forschungszulage ist, dass man sein Projekt starten kann, wann man will. Man braucht vor Projektstart keinen Förderantrag stellen und muss auch nicht auf die Bewilligung des Antrags warten. Die sogenannte FuE-Bescheinigung als Grundlage für die Zulage kann man nämlich vor Start oder Ende des Projektes beantragen oder auch einfach danach. Dadurch bleibt man in seiner Projektplanung sehr flexibel.

Der Innovationsgutschein:
Eine bayerische Fördermöglichkeit für kleine Unternehmen (inkl. Freie Berufe) mit max. 49 Mitarbeitern ist der Innovationsgutschein.

Mit dem Gutschein können Unternehmen Know-how zukaufen, über das sie selbst nicht verfügen bzw. Leistungen vergeben, die sie selbst nicht erbringen können. Mit dieser Unterstützung sollen sie in die Lage versetzt werden, ihr innovatives Projekt umzusetzen. Zuwendungsfähig sind zum Beispiel

  • Machbarkeitsstudien,
  • Prototypenbau,
  • Tests,
  • Zertifizierungen.

Beauftragt werden können in diesem Sinne Hochschulen, Forschungseinrichtungen und auch versierte Unternehmen. Leistungen, die das Unternehmen selbst erbringt, können über den Innovationsgutschein dagegen nicht finanziert werden.

Den Innovationsgutschein gibt es in den Varianten Standard und Spezial, die Förderung bewegt sich je Gutschein im vier- bis fünfstelligen Bereich.

Sie möchten die Energieversorgung Ihres Unternehmens sichern, die Energiekosten im Griff behalten und die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern verringern? Sie planen Projekte, mit denen Sie diese Ziele erreichen können? Die Kosten dafür sind hoch. Das sollte Sie nicht davon abhalten, diese Projekte zu realisieren. Denn es gibt viele Förderprogramme, die Sie bei der Finanzierung unterstützen. Das Servicecenter Förderberatung des Landkreises Schweinfurt gibt Ihnen einen Überblick darüber, welche Programme das sind.

Energieeffizienz als Beitrag zu einer sicheren Energieversorgung

Energiesparen ist vielleicht die beste Möglichkeit, die Energieversorgung seines Unternehmens zu sichern: Von Energie, die man gar nicht verbraucht, ist man nicht abhängig und muss sie auch nicht bezahlen.

Aber energieeffiziente Aggregate, Maschinen und Anlagen kosten in der Regel einfach mehr als deren weniger sparsame Varianten. Und auch für die energetische Optimierung vorhandener Prozesse, zum Beispiel durch Wärmerückgewinnung, muss erst einmal Geld in die Hand genommen werden.

Unternehmen, die dazu bereit sind, können auf staatliche Unterstützung bauen. Das Förderangebot in Sachen Energieeffizienz ist sehr gut. Das zeigen die Beispiele einschlägiger Förderprogramme:

  • Querschnittstechnologien: Hierüber gibt es einen schnellen Zuschuss für Standardtechnik wie Elektromotoren, Pumpen, Kompressoren usw., wenn diese Technik in einer energieeffizienten Ausführung beschafft wird.
  • Energiemanagement-Technik: Eine ebenfalls einfach zu beantragende Förderung für Hard- und Software für Energiemanagement-Systeme.
  • Energie und Ressourcen optimieren: Gefördert werden mittlere, große und sehr große Projekte zur Verbesserung der Energieeffizienz und Ressourceneffizienz in Industrie und Gewerbe.
  • Transformationskonzepte: Für die Erstellung einer längerfristigen Dekarbonisierungsstrategie können Unternehmen einen Zuschuss von bis zu 80.000 EUR bekommen.

Die Liste ist nicht abschließend, es gibt weitere attraktive Förderprogramme für Energieeffizienzprojekte in Unternehmen.

Beispiel für geförderte Projkete:

Beispiel 1: ein traditionsreiches Hightech-Unternehmen, bekommt einen Zuschuss von über 400.000 EUR für die Erneuerung seiner Druckluftversorgung. Die neuen Kompressoren sind sehr effizient, aber nicht innovativ. Das ist auch nicht nötig. Für die Förderung reicht es, in Technik off-the-shelf zu investieren.

Beispiel 2: ein metall-recycelndes Unternehmen aus Süddeutschland bekommt einen Zuschuss von über 700.000 EUR für die Beschaffung einer effizienten Anlage. Diese kommt ohne fossile Energieträger aus und wird stattdessen mit (erneuerbarem) Strom betrieben.

Fossile Energieträger durch Strom ersetzen:

Ein weiterer beziehungsweise ergänzender Ansatz für eine sichere Energieversorgung ist der Ersatz von Gas, Kohle und Erdöl durch (grünen) Strom. Natürlich treibt Strom schon heute den Maschinenpark in Industrie und Handwerk an. Viele Branchen sind aber auch auf Prozesswärme angewiesen, zum Beispiel die Metall-, die Chemie-, die Glas-/Keramik-, die Papier- und die Foodindustrie.

Die Erzeugung von Prozesswärme von fossilen Energieträgern auf Strom umzustellen, ist allerdings einfacher gesagt als getan. Zum einen sind noch nicht alle technischen Probleme bei der strombasierten Wärmeerzeugung für die jeweiligen Produktionsprozesse geklärt und zum anderen steht auch (noch) nicht genug Grünstrom zur Verfügung, um den Bedarf der Industrie zu decken.

Das Bundesumweltministerium ist sich den vielen offenen Fragen bewusst und richtet sich deshalb mit dem Förderprogramm Dekarbonisierung in der Industrie gezielt an die energieintensiven Branchen, die vom Anwendungsbereich des EU-Emissionshandels erfasst sind.

Das Programm setzt an mehreren Stellen des Lebenszyklus einer Dekarbonisierungstechnologie an. Gefördert werden sowohl

  • Forschung und Entwicklung als auch
  • Versuchs- bzw. Pilotanlagen und sogar
  • Investitionen in Anlagen im industriellen Maßstab.

Vom Grundsatz her ist das Programm technologieoffen. Der Schwerpunkt des Programms liegt aber eindeutig auf (grün)strombasierten Verfahren.