Coronavirus – wo bekomme ich Informationen und Unterstützung?

Die weltweite Ausbreitung des Coronavirus (2019-nCoV) führt bei Unternehmen zu zahlreichen Fragen.  Eine Zusammenstellung wichtiger Informationen und Unterstützungsangebote stellen wir Ihnen hier bereit.

Aktuelle Informationen bietet stets auch das Bayerische Wirtschaftsministerium auf seiner Homepage an.

Daneben stehen Unternehmen folgende allgemeine Hotlines und Kontaktmöglichkeiten zur Verfügung:

  • Das Bundeswirtschaftsministerium hat für wirtschaftsbezogene Fragen eine Hotline für Unternehmen eingerichtet: 030/18 615 1515
  • Das Bayerischen Wirtschaftsministeriums hat für Unternehmen bei Fragen zum Coronavirus eine Hotline eingerichtet: 089/2162-2101 oder Mail an coronavirus-info@stmwi.bayern.de
  • Die IHK Würzburg-Schweinfurt hat eine Corona-Hotline eingerichtet: 0931 4194-800 
  • Die Handwerkskammer für Unterfranken hat zwei Beratungshotlines geschaltet. Unternehmensberatung (Corona-Soforthilfe, Kurzarbeit, Hilfen bei Liquiditätsengpässen, Steuerstundung): 0931 30908-3344 oder per E-Mail unternehmensberatung@hwk-ufr.de;  Hotline der Rechtsberatung (Arbeits- und Sozialversicherungsrecht, Vertragsrecht): 0931 30908-3366 oder per E-Mail rechtsberatung@hw-ufr.de 

Bei den unten stehenden Unterstützungsmöglichkeiten sind auch jeweils die konkreten Kontaktmöglichkeiten angegeben.

 

Inanspruchnahme deutlich erleichtert:

  • Bereits möglich, falls 10% der Beschäftigten im Betrieb vom Arbeitsausfall betroffen sind
  • teilweiser oder vollständiger Verzicht auf Aufbau negativer Arbeitszeitsalden
  • Kurzarbeitergeld auch für Leiharbeitnehmer
  • Kurzarbeitergeldbezug von 12 auf 24 Monate verlängert
  • vollständige Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge durch die Bundesagentur für Arbeit (BA)

Aktuelle Informationen finden Sie stets auch im Online-Angebot der Arbeitsagentur

Als Unterstützung der Arbeitsagentur berät auch die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft zu Fragen des Kurzarbeitergeldes. Die Ansprechpartner finden Sie unter hier.

Aushilfsjobs während der Kurzarbeit:
Der Bund hat zum 01.04.2020 die Möglichkeit eines Zuverdienstes während der Kurzarbeit neu geregelt . Mit dem vorübergehenden Verzicht auf die vollständige Anrechnung des Entgelts aus einer während Kurzarbeit aufgenommenen Beschäftigung wird ein Anreiz geschaffen, auf freiwilliger Basis vorübergehend Tätigkeiten in systemrelevanten Bereichen, wie z. B. der Landwirtschaft, dem Transportwesen oder im Einzelhandel, aufzunehmen. Während der Kurzarbeit können Kurzarbeiter dann ihr Einkommen durch einen solchen Job in einer systemrelevanten Branche bis auf die Höhe des bisherigen Einkommens steigern.

Zuständigkeit:

Arbeitsagentur Schweinfurt
Die Arbeitsagentur Schweinfurt hat aktuell auch über die Kontaktmöglichkeiten, insbesondere Telefonhotlines für die jeweiligen Anliegen, informiert.

Kontakt:

Unternehmerhotline der Bundesagentur für Arbeit: 0800 45555 20

Anträge können auch formlos per E-Mail über den eService der Arbeitsagentur gestellt werden:  www.arbeitsagentur.de/eServices

Als Unterstützung der Arbeitsagentur berät auch die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft zu Fragen des Kurzarbeitergeldes. Die Ansprechpartner finden Sie unter www.vbw-bayern.de/ansprechpartner_fks

Die Unterstützung richtet sich an Freiberufler, Selbstständige, kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern. Ab sofort können auch Gartenbaubetriebe und landwirtschaftliche Unternehmen mit mehr als 10 Beschäftigten die Soforthilfe des Freistaats beantragen. Die direkten Liquiditätshilfen des Bundes und des Landes wurden zwischenzeitlich aufeinander abgestimmt. Zuschüsse in folgender Höhe können damit von Unternehmen beantragt werden:

  • bis zu 5 Vollzeitäquivalente: 9.000 Euro
  • bis zu 10 Vollzeitäquivalente: 15.000 Euro
  • bis zu 50 Vollzeitäquivalente: 30.000 Euro
  • bis zu 250 Vollzeitäquivalente: 50.000 Euro

Zur Umrechnung von Teilzeitkräften und 450 Euro-Jobs in Vollzeitäquivalente gelten folgende Vorgaben:

  • Mitarbeiter auf 450 Euro-Basis = Faktor 0,3
  • Mitarbeiter bis 20 Stunden = Faktor 0,5
  • Mitarbeiter bis 30 Stunden = Faktor 0,75
  • Mitarbeiter über 30 Stunden = Faktor 1

Die Beantragung ist seit dem 31.03.2020 nur noch über ein Online-Verfahren des bayerischen Wirtschaftsministeriums möglich. Auf der Homepage des Wirtschaftsministeriums finden Sie auch weitere Informationen zu den Soforthilfen.

Die Definition des "Liquiditätsengpass" wurde nun ebenfalls an das Bundesprogramm angepasst. Ein solcher liegt vor, wenn infolge der Corona-Pandemie die fortlaufenden Einnahmen aus dem Geschäftsbetrieb voraussichtlich nicht ausreichen, um die Verbindlichkeiten in den auf die Antragstellung folgenden drei Monaten aus dem fortlaufenden erwerbsmäßigen Sach- und Finanzaufwand (bspw. gewerbliche Mieten, Pachten, Leasingraten) zu zahlen. Private und sonstige (= auch betriebliche) liquide Mittel müssen nicht (mehr) zur Deckung des Liquiditätsengpasses eingesetzt werden.

Die Bearbeitung der Anträge erfolgt weiterhin durch die sieben Bezirksregierungen und die Landeshauptstadt München, für die Unternehmen im Landkreis Schweinfurt ist damit die Regierung von Unterfranken zuständig. 

Folgender Hinweis für alle Unternehmen und Freiberufler, die bereits in den letzten Wochen einen Antrag auf Soforthilfe gestellt haben:
Wenn Sie von den höheren Konditionen des Bundes- und Landesprogramms profitieren wollen, stellen Sie bitte einen neuen elektronischen Antrag.

Die Richtlinien für das Bundes-Soforthilfeprogramm (bis zu 10 Beschäftigte) sowie das bayerische Soforthilfeprogramm Corona (Unternehmen mit 11 - 250 Beschäftigte) finden Sie auf Website des bayerischen Wirtschaftsministeriums.

Ab 20. April 2020 können auch Landwirtschaftsbetriebe mit Primärproduktion wie etwa Gärtnereien und wirtschaftlich tätige Körperschaften des Non-Profit-Sektors wie Vereine, Stiftungen oder gemeinnützige GmbHs (z. B. Bildungseinrichtungen, Vereinscafés, Jugendzentren, Pflegeeinrichtungen, Frauenhäuser) mit mehr als 10 Beschäftigten Soforthilfe erhalten. Wichtig: Eine Antragseingabe vor dem 20. April 2020 führt systembedingt zur Ablehnung. Daneben gilt das Programm weiterhin unverändert für Unternehmen, die wirtschaftlich und damit am Markt tätig sind.

Falls für Sie oder Ihre Mitarbeiter vom Gesundheitsamt eine Quarantäne angeordnet wurde, sind die entsprechenden Ausfallentschädigungen nicht über diesen Soforthilfe-Antrag zu stellen. Zu einer solchen Entschädigung finden Sie weitere Informationen beim Bereich Infektionsschutz der Regierung von Unterfranken.

Zuständigkeit und Kontakt:

Regierung von Unterfranken, Sachgebiet Wirtschaftsförderung
Peterplatz 9, 97070 Würzburg
Tel: 0931/380-1273

Mailadresse für Unternehmen aus dem Landkreis Schweinfurt: SoforthilfeCorona-SW-Landkreis@reg-ufr.bayern.de
Mailadresse für Unternehmen aus der Stadt Schweinfurt: SoforthilfeCorona-SW-Stadt@reg-ufr.bayern.de

Für Eltern, die wegen der Betreuung ihrer Kinder vorübergehend nicht arbeiten können, hat die Bundesregierung einen Entschädigungsanspruch geschaffen. Danach erhalten Eltern, die wegen der Schließungen von Schulen und Kindergärten nicht arbeiten können, unter bestimmten Voraussetzungen Ersatz für ihren Verdienstausfall.

Erwerbstätige Sorgeberechtigte von Kindern bis zum 12. Lebensjahr oder Kindern mit Behinderungen können damit Verdienstausfälle abmildern. Die Verdienstausfälle müssen dadurch entstehen, dass sie ihre Kinder aufgrund der Schließung von Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen selbst betreuen müssen und daher ihrer beruflichen Tätigkeit nicht nachgehen können. Voraussetzung ist, dass die Betroffenen keine anderweitige zumutbare Betreuung (z. B. durch den anderen Elternteil oder die Notbetreuung in den Einrichtungen) realisieren können. Risikogruppen wie z. B. die Großeltern des Kindes müssen (und sollen) zur Betreuung nicht herangezogen werden.

Ein Verdienstausfall besteht nicht, wenn es andere Möglichkeiten gibt, der Tätigkeit vorübergehend bezahlt fernzubleiben, wie etwa der Abbau von Zeitguthaben. Auch gehen Ansprüche auf Kurzarbeitergeld dem Entschädigungsanspruch grundsätzlich vor. Die Entschädigung in Höhe von 67 % des Nettoeinkommens wird für bis zu sechs Wochen gewährt und ist auf einen monatlichen Höchstbetrag von 2.016 Euro begrenzt. Die Auszahlung übernimmt der Arbeitgeber. Die Regelung gilt nicht für Zeiten, in denen die Einrichtung wegen der Schulferien ohnehin geschlossen wäre, und ist befristet bis Ende des Jahres 2020.

Der Arbeitgeber kann bei der von den Ländern bestimmten zuständigen Behörde einen Erstattungsantrag stellen, dies ist bei uns die Regierung von Unterfranken. Es besteht die Möglichkeit, einen Vorschuss bei der Behörde zu beantragen. 

Informationen zu diesem Entschädigungsanspruch bietet u.a. das bayerische Familienministerium oder das Bundesarbeitsministerium.

In der aktuellen Situation dürfte für viele Unternehmen die Sicherung der Liquidität im Vordergrund stehen. Hierfür bieten sich insbesondere der Universalkredit und der Akutkredit der LfA an. Die maximal möglichen Bürgschaftssätze und -summen wurden von der LfA kurzfristig angehoben, die Verfahren vereinfacht und Nachweispflichten reduziert.
In einer Übersicht hat die LfA die Eckpunkte der Kreditprogramme zusammengefasst.

Daneben bietet die LfA bis auf weiteres für bestehende LfA-Darlehen mit Haftungsfreistellung eine einfache und schnelle Lösung zur Aussetzung von bis zu vier Tilgungsraten an. Die Hausbank kann diese mit einem einzigen Vordruck ohne Beifügung weiterer Unterlagen beantragen.

Zuständigkeit:

Beratung: Hausbank oder LfA-Förderbank

Beantragung: Hausbank

 

Kontakt:

Hotline der LfA-Förderberatung
Telefon: 089 / 21 24 - 10 00 (montags bis donnerstags von 8 Uhr bis 18 Uhr sowie freitags von 8 Uhr bis 15 Uhr)
E-Mail: info@lfa.de 

oder die Ansprechpartner der jeweiligen Hausbank

KfW-Schnellkredit 2020

Förderkredit für Anschaffungen und laufende Kosten

  • für Unternehmen mit 11 bis 249 Mitarbeitern, die mindestens seit Januar 2019 am Markt sind
  • 100 % Risikoübernahme durch die KfW
  • keine Risikoprüfung durch Ihre Bank
  • Max. Kreditbetrag: bis zu 3 Monatsumsätze des Jahres 2019
  • Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten erhalten max. 500.000 Euro
  • Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten erhalten max. 800.000 Euro
  • Zinssatz von aktuell 3,00 % p.a.
  • 10 Jahre Laufzeit
  • Voraussetzung ist, dass zuletzt ein Gewinn erwirtschaftet wurde – entweder 2019 oder im Durchschnitt der letzten 3 Jahre

Weitere Informationen und Antragstellung finden Sie unter "Corona-Hilfen" der KfW.

 

KfW- Unternehmerkredit (Bestandsunternehmen) und ERP-Gründerkredit-Universell (junge Unternehmen unter 5 Jahre)

Die Bedingungen für den KfW-Unternehmerkredit (für Bestandsunternehmen) und den ERP-Gründerkredit - Universell (für junge Unternehmen unter 5 Jahre) werden gelockert, in dem Risikoübernahmen (Haftungsfreistellungen) für Betriebsmittelkredite erhöht und die Instrumente auch von Großunternehmen genutzt werden können. Durch höhere Risikoübernahmen in Höhe von bis zu 80% für Großunternehmen und bis zu 90% bei KMU soll die Bereitschaft von Hausbanken für eine Kreditvergabe angeregt werden. Die Bundesregierung plant daneben für KMU eine komplette Haftungsübernahme von Krediten.

Bei den Bürgschaftsbanken wird der Bürgschaftshöchstbetrag auf 2,5 Millionen Euro verdoppelt.  Um die Liquiditätsbereitstellung zu beschleunigen, eröffnet der Bund die Möglichkeit, dass die Bürgschaftsbanken Bürgschaftsentscheidungen bis zu einem Betrag von 250.000 Euro eigenständig und innerhalb von 3 Tagen treffen können.

Informationen finden Sie stets aktuell in der Übersicht "Corona-Hilfen" der KfW.

Zuständigkeit:

Beratung: Hausbank oder KfW-Förderbank

Beantragung: Hausbank

 

Kontakt:

Hotline der KfW:
0800 539 9001

oder die Ansprechpartner der jeweiligen Hausbank

Um die Betriebe in der aktuellen Situation zu unterstützen, bietet die Rentenbank ab sofort Liquiditätssicherungsdarlehen an. Unternehmen der Landwirtschaft, des Weinbaus und des Gartenbaus können die Darlehen der Rentenbank für die Deckung ihres Liquiditätsbedarfs bei ihrer Hausbank beantragen. Im Antrag auf ein Refinanzierungsdarlehen reicht eine entsprechende Begründung aus, warum der Liquiditätsbedarf durch die Corona-Krise ausgelöst wurde.

Weitere Informationen stehen auf der Website der Rentenbank zur Verfügung.

Hinweisen möchten wir an dieser Stelle auch auf unserer Unterstützungsangebot bei der Suche nach Helfern in den landwirtschaftlichen Betrieben ("Praktikumsbörse als Job-Pinnwand").

 

Zuständigkeit und Kontakt:

Rentenbank

Ihre Ansprechpartner finden Sie auf der Website der Rentenbank

Einkommen-, Körperschaft- und Umsatzsteuer können in wirtschaftlich schwierigen Lagen gestundet werden.
Vorauszahlungen der Gewerbesteuer können angepasst oder sogar auf Null reduziert werden.

Zuständigkeit:

Ansprechpartner ist das zuständige Finanzamt bzw. bei der Gewerbesteuer die jeweilige Gemeinde oder Stadt.

Kontakt:

Bitte wenden Sie sich direkt an Ihr jeweils zuständiges Finanzamt bzw. die Gemeinde/Stadt. Den Antrag auf Steuerstundung beim Finanzamt finden Sie hier.

 

Darüber hat das Bundesministerium der Finanzen eine Zusammenfassung mit den wichtigsten FAQs „Steuern (Corona)“ über verschiedenste steuerliche Erleichterungen erstellt, die beschlossen wurden, um die von der Corona-Krise unmittelbar betroffenen Steuerpflichtigen zu entlasten und insbesondere die Liquidität bei durch die Corona-Krise in wirtschaftliche Schwierigkeiten geratenen Unternehmen zu verbessern.

Die Sammlung wird laufend an die aktuelle Situation und die sich ergebenden Fragestellungen angepasst und ist über die Internetseiten des Bundesministeriums der Finanzen abrufbar. Der Überblick umfasst allgemeine verfahrensrechtliche Hinweise zu den Steuererleichterungen, Ausführungen zu Stundungen und Erlass von Steuern, zur Außenprüfung, zur Lohnsteuer sowie allgemeine Hinweise.

Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen

Wenn Ihr Unternehmen in ernsthafte finanzielle Schwierigkeiten in Folge der Coronakrise gerät, ist die Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen eine Möglichkeit, dem Unternehmen finanziell wieder ein wenig Luft zu verschaffen.

 

Zuständigkeit:

Die Stundung setzt einen entsprechenden Antrag des Unternehmens voraus.
Über den Stundungsantrag entscheidet die Krankenkasse als zuständige Einzugsstelle.

 

Kontakt:

Bitte wenden Sie sich direkt an Ihre jeweils zuständige Krankenkasse.

 

In vielen Unternehmen wurden in den letzten Tagen die Möglichkeiten für die Arbeit von zu Hause deutlich erweitert. Die Umstellung auf das Home-Office erfolgte oft sehr kurzfristig, so dass in vielen Unternehmen improvisiert werden musste und nun kreative Lösungen gefragt sind. Einige Hilfsmittel – ohne Anspruch auf Vollständigkeit und auch nur beispielhaft an Software-Lösungen und Apps von einigen Anbietern dargestellt – wollen wir Ihnen nennen.

Hinweisen möchten wir auch auf die Möglichkeit differenzierte Änderungen im "Google My Business"- Eintrag vorzunehmen.  So können Sie z.B. Sonderöffnungszeiten und Informationen wie die Beeinträchtigung durch das Coronavirus dort hinterlegen. 

Ein triftiger Grund, um auch während der geltenden Ausgangsbeschränkung die eigene Wohnung verlassen zu dürfen, ist die Ausübung einer beruflichen Tätigkeit. Triftige Gründe sind bei Kontrollen gegenüber der Polizei glaubhaft zu machen. Wir empfehlen deswegen allen Arbeitgebern ihren Beschäftigten entsprechende Bescheinigungen nach diesem Muster auszustellen, das beispielsweise die Innung für Elektro- und Informationstechnik Schweinfurt an ihre Mitgliedsunternehmen versandt hat

Von Dienstag, 17. März 2020 an, werden Freizeiteinrichtungen geschlossen. Dazu gehören Badeanstalten, Kinos, Bars, Spielhallen, Theater, Museen, Stadtführungen, Sport- und Spielplätze, Bordellbetriebe, Fitnessstudios, Tanzschulen, Tierparks, Fort- und Weiterbildungsstätten, Volkshochschulen, Jugendhäuser und Musikschulen.

Die Regelung gilt bis zum 19. April 2020.

Auf Grund der Ausgangsbeschränkungen gilt ab dem 21.03.2020 folgende Regelung:

Das Verlassen der Wohnung ist nur noch bei "triftigen Gründen" erlaubt. Triftige Gründe sind insbesondere "Versorgungsgänge für Gegenstände des täglichen Bedarfs (z. B. Lebensmittelhandel, Getränkemärkte, Tierbedarfshandel, Brief- und Versandhandel, Apotheken, Drogerien, Sanitätshäuser, Optiker, Hörgeräteakustiker, Banken und Geldautomaten, Post, Tankstellen, Kfz-Werkstätten sowie Reinigungen). Nicht zur Deckung des täglichen Bedarfs gehört die Inanspruchnahme sonstiger Dienstleistungen wie etwa der Besuch von Friseurbetrieben."

Somit ist nur noch die Öffnung von Geschäften zur Versorgung mit Gegenständen des täglichen Bedarfs möglich. Untersagt sind daneben auch "Gastronomiebetriebe jeder Art. Ausgenommen ist die Abgabe und Lieferung von mitnahmefähigen Speisen."

Für Gärtnereien ist folgendes zu beachten (Stand 02.04.2020): Gärtnereien gelten als Mischbetriebe und sind nach dem Schwerpunktprinzip zu beurteilen. Wenn die Lebensmittelversorgung (also der Verkauf von Obst, Gemüse, Kräutern, Salatpflanzen und Gemüse-Setzlingen) überwiegt, dürfen Gärtnereien ihr gesamtes Sortiment vertreiben. Sollte der Schwerpunkt des Sortiments im nicht erlaubten Bereich liegen, ist nur der Verkauf von Produkten zur Lebensmittelversorgung erlaubt.

Keine zusätzlichen Einschränkungen gibt es für den Bereich des Handwerks. Jedoch gilt auch hier die Regelung aus der Allgemeinverfügung vom 20.03.2020: "Wo immer möglich ist ein Mindestabstand zwischen zwei Personen von 1,5 m einzuhalten."

Bei Zweifelsfällen können die laufend fortgeschriebenen Informationen des StMGP herangezogen werde (siehe "Häufig gestellte Fragen zur Betriebsuntersagung - ehemals Positivliste").

Diese Regelung wird bis zum 19. April 2020 verlängert.

Händler und Dienstleister können über Onlineshops und Lieferdienste auch während der geltenden Einschränkungen für ihre Kunden Leistungen anbieten. Hier möchten wir auf das Angebot unter www.schweinfurt-erleben.de hinweisen. Falls Sie hier auch aufgenommen werden möchten, nehmen Sie bitte Kontakt über die Mailadresse info@schweinfurt-erleben.de auf.

Auf Grund der Ausgangsbeschränkungen gilt ab dem 21.03.2020 folgende Regelung:

Untersagt sind "Gastronomiebetriebe jeder Art. Ausgenommen ist die Abgabe und Lieferung von mitnahmefähigen Speisen."

Diese Regelung wird bis zum 19. April 2020 verlängert.

Viele Gaststätten bieten eine Liefer- oder Abholservice an. Verweisen möchten wir an dieser Stelle insbsondere auf die neue Internetseite Gastro Schweinfurt, auf der schon mehr als 70 Gastronomiebetriebe aus Stadt und Landkreis Schweinfurt ihr entsprechendes Angebot veröffentlicht haben. Die Kontaktdaten für die Veröffentlichung auch Ihres Angebots finden Sie auf dieser Website.

In Gerolzhofen, Stadtlauringen und Dittelbrunn werden auch auf der Homepage der Stadt bzw. Gemeinde Informationen zum Liefer- oder Abholservice der Gastronomiebetriebe bereit gestellt.

Auf Grund der Corona-Krise sind derzeit viele Betriebe in Kurzarbeit oder vorübergehend geschlossen. Zur gleichen Zeit benötigen andere Unternehmen zusätzliche Aushilfskräfte und Unterstützung. Betroffen ist hier insbesondere der Lebensmitteleinzelhandel, die Belieferung dieser Geschäfte mit Waren muss ebenfalls sichergestellt sein. Aber auch Helfer in den landwirtschaftlichen Betrieben fallen aus, da ausländische Arbeitnehmer durch die Grenzschließung nicht nach Deutschland einreisen können.

Das Landratsamt erreichen daneben Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern, die bisher einen Minijob hatten und dieses Einkommen nun wegfällt. Diese Arbeitskräfte stehen sicherlich auch für andere geringfügige oder kurzfristige Beschäftigungen zur Verfügung.

Aus diesem Grund erweitert der Landkreis Schweinfurt kurzfristig die Praktikumsbörse für die Region Schweinfurt. In dieser können Unternehmen aus Stadt und Landkreis Schweinfurt, die aktuell kurzfristig Aushilfskräfte benötigen, diese Stellenangebote einstellen.

Alle Unternehmen, die schon registriert sind, können diese Stellenanzeigen selbst eingeben – genauso wie bisher ihre Praktikumsstellen. Bisher nicht registrierte Unternehmer können per E-Mail an wirtschaft@lrasw.de Kontakt mit der Wirtschaftsförderung des Landkreises Schweinfurt aufnehmen. Die Angebote werden dann zentral eingestellt. 

Die Jobangebote werden wie auf einer Pinnwand veröffentlicht. Interessierte können nach den Angeboten in der Kategorie „Aushilfsjobs in der Corona-Krise“ suchen. Dort sind die Kontaktdaten der Unternehmen angegeben und Interessenten können direkt auf die Betriebe zugehen.

Unternehmen und Interessenten finden das Angebot unter www.praktikumsboerse.region-schweinfurt.de oder über die Website der Wirtschaftsförderung www.landkreis-schweinfurt.de/wirtschaft.

Für Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe stehen die oben genannten Unterstützungsmöglichkeiten selbstverständlich ebenfalls zur Verfügung. 

Daneben bieten das Komptenzzentrum Tourismus des Bundes sowie der Deutsche Tourismusverband (DTV) verschiedene weitergehende Informationen für die Branche.

Aktuelle Informationen zu Hilfen für die Berufsgruppe der Künstler und Kulturschaffenden erhalten Sie unter https://bayern-kreativ.de/aktuelles/corona-erste-hilfe/.

Die Einschränkungen durch das Coronavirus werfen eine Vielzahl arbeitsrechtlicher Fragen auf. Die Kammern sowie staatliche Stellen haben zu einigen dieser Fragen - etwa zur Lohnfortzahlung bei der Rückkehr aus einem Risikogebiet, den Verpflichtungen die sich aus der Fürsrogepflicht des Arbeitgebers ergeben oder das Fernbleiben von Arbeitnehmer auf Grund der Schließung von Kindergärten - Informationen zusammengestellt:

 

Zur Produktion von existentiellen Gütern und für Dienstleistungen zur Gewährleistung der Daseinsvorsorge, die im Zusammenhang mit den Folgen der Ausbreitung des Corona-Virus anfallen, gelten von 18. März 2020 bis einschließlich 30. Juni 2020 befristet folgende Regeln:

  • Arbeitnehmer dürfen täglich über acht beziehungsweise zehn Stunden hinaus und an Sonn- und Feiertagen beschäftigt werden.
  • Ruhepausen dürfen verkürzt werden, und zwar auf mindestens 15 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs bis zu neun Stunden und auf mindestens 30 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als neun Stunden insgesamt. Soweit erforderlich, darf die Gesamtdauer der Ruhepausen auf Kurzpausen von angemessener Dauer aufgeteilt werden.
  • Die Ruhezeit darf um bis zu zwei Stunden verküzt werden.

Das Sonntagsfahrverbot für Lkw soll deutschlandweit bis mindestens Ende April komplett aufgehoben werden. Das kündigte der Staatssekretär des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) im Verkehrsausschuss des Bundestags an. Einige Bundesländer, u.a. auch Bayern, haben das Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lkw ab 7,5 Tonnen bereits aufgehoben. In Bayern wurde die Regelung bis einschließlich 19. April 2020.

Auch Italien und Österreich haben für die Brennerroute das Sonntagsfahrverbot bis Ende März 2020 aufgehoben, auch hier ist eine Verlängerung wahrscheinlich.

  

Um Unternehmen der Realwirtschaft, die für den Wirtschaftsstandort Bayern besonders relevant sind, auch im Falle eines länger andauernden, Corona-bedingten „Shut-Downs“ zu stabilisieren, hat die Bayerische Staatsregierung den Entwurf eines Gesetzes über einen BayernFonds und eine Bayerische Finanzagentur beschlossen. Die Struktur des BayernFonds orientiert sich dabei am Wirtschaftsstabilisierungsfonds des Bundes.

Der Gesetzentwurf beinhaltet insbesondere folgende Eckpunkte:

  • Mindestgröße der stabilisierten Unternehmen: Bilanzsumme oder Umsatzerlöse größer als 10 Mio. Euro, mindestens 50 Arbeitnehmer (2 von 3 Kriterien müssen erfüllt sein). Startups müssen in einer abgeschlossenen Finanzierungsrunde von privaten Kapitalgebern mit mindestens 5 Mio. Euro einschließlich des durch diese Runde eingeworbenen Kapitals bewertet worden sein.
  • Der BayernFonds erhält ein Volumen von insgesamt 60 Mrd. Euro (Ermächtigung zur Kreditaufnahme von 20 Mrd. Euro und zusätzlichem Garantie- bzw. Bürgschaftsrahmen von 40 Mrd. Euro).

Auch der Bund bietet über seinen Wirtschaftsstabilisierungsfonds vergleichbare Stabilsierungsmöglichkeiten.

Bundestag und Bundesrat haben eine Aussetzung der Insolvenzantragspflicht beschlossen, um Unternehmen zu schützen, die infolge der Corona-Epidemie in eine finanzielle Schieflage geraten.

Dadurch erhalten die Unternehmen Gelegenheit, die Insolvenz, insbesondere unter Inanspruchnahme der bereitzustellenden staatlichen Hilfen, ggf. aber auch im Zuge von Sanierungs- oder Finanzierungsvereinbarungen abzuwenden. Die Aussetzung der Insolvenzantragspflichten soll dann nicht greifen, wenn die Insolvenz nicht auf den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie beruht oder wenn keine Aussichten darauf bestehen, eine eingetretene Zahlungsunfähigkeit zu beseitigen. Die Beweislast dafür liegt bei demjenigen, der sich auf das Bestehen der Antragspflicht beruft. Für drei Monate wird auch das Recht der Gläubiger suspendiert, die Eröffnung des Insolvenzverfahrens zu beantragen.

Für Mietverhältnisse über Grundstücke oder über Räume wird das Recht der Vermieter zur Kündigung von Mietverhältnissen eingeschränkt. Wegen Mietschulden aus dem Zeitraum vom 1. April 2020 bis 30. Juni 2020 dürfen Vermieter das Mietverhältnis nicht kündigen, sofern die Mietschulden auf den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie beruhen. Die Verpflichtung der Mieter zur Zahlung der Miete bleibt jedoch bestehen. Diese Regelungen gelten auch für Pachtverhältnisse.

Kleinstunternehmen haben daneben das Recht, für bestehende dauerhafte Verträge ( Dauerschuldverhältnisse), die vor dem 1. April 2020 geschlossen wurden, Zahlungen bis zum 30.06.2020 zu verweigern. Damit soll für Verbraucher und Kleinstunternehmen gewährleistet werden, dass sie insbesondere von Leistungen der Grundversorgung (Strom, Gas, Telekommunikation und, soweit zivilrechtlich geregelt, auch Wasser) nicht abgeschnitten werden, weil sie ihren Zahlungspflichten nicht nachkommen können.

Aktuelle Informationen gibt es unter https://bayern-kreativ.de/aktuelles/corona-erste-hilfe/.

Ein Überblick zu den Hilfsangeboten und Fördermaßnahmen ist auf der Seite der Beauftragten für Kultur und Medien des Bundes zusammengestellt.

Die Land- und Ernährungswirtschaft ist als systemrelevant eingestuft. Aktuelle Informationen und Hilfen sind u. a. bei folgenden Portalen verfügbar.

Marktplatz für Saisonarbeitskräfte in der Landwirtschaft:

Plattform für Erntehelfer in der Landwirtschaft: