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Verbundraumerweiterung

Erweiterung des aktuellen Verkehrsverbundes (VVM) aus Stadt und Landkreis Würzburg, Landkreise Kitzingen, Main-Spessart um Stadt und Landkreis Schweinfurt, Landkreise Bad Kissingen, Haßberge und Rhön-Grabfeld

Verkehrsverbund und Verbundraumerweiterung

Ein Verkehrsverbund ist ein rechtlicher und organisatorischer Zusammenschluss von Gebietskörperschaften und/oder Verkehrsunternehmen zur gemeinsamen und abgestimmten Durchführung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV).

Die Erweiterung des aktuellen Verkehrsverbundes aus Stadt und Landkreis Würzburg sowie die Landkreise Kitzingen und Main-Spessart (VVM) um Stadt und Landkreis Schweinfurt sowie die Landkreise Bad Kissingen, Haßberge und Rhön-Grabfeld ist ein bereits lang gehegter Wunsch und erklärtes politisches Ziel der genannten Aufgabenträger in der Region Mainfranken.

 

Start

Möglicher Starttermin für den erweiterten Verkehrsverbund ist der 01.08.2022. Stand heute (III. Quartal 2018) ist der dafür vorgesehene Zeitplan eingehalten.

 

Vorteile des Verkehrsverbundes

  • Nur noch ein Fahrschein pro Fahrt für alle Verkehrsmittel des öffentlichen Nahverkehrs der ganzen Region.
  • Ein einheitlicher Fahrpreis in der ganzen Region.
  • In der Regel günstigere Fahrpreise für die Fahrgäste.

 

Nachteile des Verkehrsverbundes

  •  Die Bahncard gilt innerhalb der Region nicht.

Vorarbeiten zur Erweiterung des Verkehrsverbundes

  • Neuorganisation des erweiterten Verkehrsverbundes

Der aktuelle Verkehrsverbund ist sehr schlank aufgestellt und verfügt weder über die personellen noch über die organisatorischen Ressourcen für eine Erweiterung. Eine Neuorganisation stellt daher ein zentrales Ziel dar. Dazu wurde zum 01.01.2018 die Nahverkehr Würzburg GmbH (NVM) gegründet, der sich die Verkehrsunternehmer mittels eines Kooperationsvertrages ab dem 01.01.2020 anschließen sollen. Die Marke VVM soll möglichst erhalten werden.

  • Wabenplan

Die Berechnung der Fahrpreise erfolgt über ein Wabensystem. In den Landkreisen Schweinfurt und Haßberge muss hierzu noch ein entsprechender Wabenplan entworfen werden und in das derzeitige Gesamtgebilde eingefügt werden. Möglicherweise kann das Wabensystem im Landkreis Schweinfurt bereits vor der eigtl. Verbundraumerweiterung eingeführt werden.

  • Verkehrserhebung

Da innerhalb des Verkehrsverbundes ohne Kauf eines zusätzlichen Fahrscheins umgestiegen werden kann (lediglich die korrekte Endhaltestelle muss beim Kauf angegeben werden), ist es von zentraler Bedeutung, diese sog. Umsteiger über eine Verkehrserhebung zu ermitteln. Um möglichst exakte Ergebnisse zu erlangen, müssen Umwelteinflüsse wie das etwas das Wetter oder die Schulferien eliminiert werden. Die Erhebung dauert daher genau ein Jahr lang.

  • Einnahmeaufteilung

Da im Verkehrsverbund nur noch ein Fahrschein pro Fahrt verkauft wird, mit dem aber mehrere Verkehrsmittel benutzt werden können, muss ein Aufteilungsmechanismus dieser Einnahmen auf die beteiligten Verkehrsunternehmen gefunden werden. Basis für diese Berechnung ist die o.a. Verkehrserhebung.

  • Harmonisierungs- und Durchtarifierungsverluste

Da Fahrten im Verkehrsverbund fast immer günstiger für die Fahrgäste sind, entstehen bei den Verkehrsunternehmen entsprechende Mindereinnahmen. Diese setzen sich zum einen aus der Harmonisierung des Tarifs (= einheitlicher Tarif) und zum anderen aus der Durchtarifierung (= nur noch ein Fahrschein nötig) zusammen. Diese Verluste ersetzen die Landkreise/Städte (unterstützt durch Förderung der Regierung von Unterfranken) den Verkehrsunternehmen, bis zum Ende deren Konzessionslaufzeit.

  • Infrastrukturkosten

Die Fahrzeuge, Fahrscheinautomaten und Haltestellen müssen an die Bedingungen des Verkehrsverbundes angepasst werden. Die Kosten hierfür tragen die jeweiligen Städte/Landkreise.

  • Umsetzungsphase

Der letzte Schritt besteht in der konkreten Umsetzung des Verkehrsverbundes, d.h. insb. die Umrüstung von Haltestellen, Fahrzeugen und Fahrscheinautomaten.

  • Presse- und Gremienarbeit

Die Bürger und Bürgerinnen sollen regelmäßig über den aktuellen Stand des Projekts informiert werden. Dies geschieht zum einem über Pressegespräche und zum anderen über Presseberichte aus den einzelnen Gremien, wenn dort entsprechende Berichte oder Entscheidung behandelt werde.

Stand: 31.10.2019
Mobilität und Energie (12.3)
Mobilität & Verkehr, ÖPNV, Öffentlicher Personennahverkehr,