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Gebühren sparen durch Eigenkompostierung?

Kompostierung bedeutet Arbeit.

Entweder man kompostiert im eigenen Garten und investiert Zeit und Muskelkraft oder man nutzt die Biotonne, überlässt also die Kompostierung dem Landkreis und zahlt dafür Gebühren.

Auch ohne die Einsparungsmöglichkeiten im Rahmen der Müllverwiegung hat die Eigenkompostierung für den Gartenfreund unbestreitbare Vorteile: Kompost ist der wichtigste und zugleich billigste Humuslieferant des Gartens. Gute Humusversorgung ist die Voraussetzung für dauerhafte Bodenfruchtbarkeit. Da der Kompost gleichzeitig Nährstoffe enthält, können erhebliche Mengen Torf und Düngemittel eingespart werden.

Durch Bakterien, Pilze und Kleinlebewesen wie Asseln, Milben und Würmer wird Küchen- und Gartenabfall abgebaut. Übrig bleibt Humus.

Humusbildung findet überall dort statt, wo lebendes Material abstirbt. Im einem Haufen läuft dieser Vorgang schneller und bei günstigen Bedingungen unter Selbsterhitzung ab. Bei kleineren Komposthaufen werden jedoch kaum die zur Abtötung von Pflanzenkrankheitserregern notwendigen 50° C über mehrere Wochen erreicht.

Hier zeigen sich die Grenzen der Eigenkompostierung. Gesunde Pflanzenteile, pflanzliche Küchenabfälle, gewisse Mengen Laub und Rasenschnitt lassen sich gut kompostieren. Offensichtlich kranke, z.B. verpilzte Pflanzen selbst zu kompostieren, birgt aber die Gefahr in sich, die Krankheiten zu verschleppen. Gekochte Speiseabfälle (v. a. mit Resten von Fleisch- oder Milchprodukten) auf dem Komposthaufen können leicht Ungeziefer wie Ratten anlocken.

Gerade in kleinen Gärten kann mit Kompost auch schnell überdüngt werden. Bevor dies passiert, ist es besser die 7 Cent pro Kilogramm zu investieren und den Biomüll in die Biotonne zu füllen.  

Aber wenn genügend Zeit, Platz und Geduld vorhanden sind, gibt es nichts besseres zur Abfallvermeidung als die - zumindest teilweise - Kompostierung im Garten.

Wägen Sie ab und suchen Sie für sich den richtigen Weg.

Weitergehende Informationen finden Sie zum Thema Eigenkompostierung bzw. Kompostanwendung. Außerdem können Sie sich gern Tipps bei der Abfallberatung holen unter 09721 55-546.

Stand: 30.08.2018
Gefäßverwaltung, Abfallberatung und Buchhaltung (43.2)