© Anand Anders
© StMAS/Gert Krautbauer
Margit Friedrich (links) aus Wasserlosen mit der Bayerischen Sozialministerin Kerstin Schreyer.

Verdienstmedaille für Soziales für Margit Friedrich aus Wasserlosen

Sie setzt sich seit Jahrzehnten für die Interessen für Gehörlose ein

Landkreis Schweinfurt. Bayerns Sozialministerin Kerstin Schreyer hat Margit Friedrich aus Wasserlosen mit der Bayerischen Staatsmedaille für Soziale Verdienste ausgezeichnet. Die Ehrung fand im Rahmen eines Festaktes im Beisein des stellvertretenden Landrats Peter Seifert im Max-Joseph-Saal der Münchener Residenz statt.

Margit Friedrich setzt sich seit Jahrzehnten für die Interessen und Belange von gehörlosen Menschen ein und ist unter anderem Vorsitzende des Gehörlosenvereins Schweinfurt. In dieser Funktion vertritt sie die Interessen und Anliegen gehörloser und hörgeschädigter Menschen im Raum Schweinfurt und Umgebung. Friedrichs Engagement im Gehörlosenverein ist rein ehrenamtlich und umfasst etwa 60 bis 100 Stunden an Arbeitsaufwand im Monat. Ebenso engagiert sie sich seit vielen Jahren im Rahmen der katholischen Hörgeschädigten-Seelsorge im „Pfarrgemeinderat der katholischen Gehörlosenseelsorge“ im gesamten Bistum der Diözese Würzburg. Dem Gebärdenchor gehört Margit Friedrich seit 2004 ebenfalls an. Hierbei wirkt sie bei vielen Gottesdiensten, teilweise sogar bayernweit, mit. Zudem ist sie in der Flüchtlingshilfe aktiv.

In ihrer Laudatio lobte Sozialministerin Schreyer das Engagement von Margit Friedrich, die viele Akzente setze. Ein besonderes Anliegen sei es ihr, die Barrieren zwischen hörenden Menschen und Gehörlosen abzubauen. Durch ihr vielseitiges Engagement leiste sie einen wichtigen Beitrag, um über die besonderen Schwierigkeiten, aber auch über die Chancen und Interessen von gehörlosen Menschen zu informieren, so die Ministerin.

Die Bayerische Staatsmedaille für soziale Verdienste wird an Personen verliehen, die sich in sozialen Bereichen besondere Verdienste um den Freistaat Bayern und seine Bürgerinnen und Bürger erworben haben. Die Auszeichnung wurde im Jahre 1970 vom damaligen Staatsminister Dr. Fritz Pirkl gestiftet.