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© Holger Strunk
Vor allem in dem Oberscharzacher Ortsteil Schönaich hat das Sturmtief „Fabienne“ schwere Schäden angerichtet.

Sturmtief "Fabienne" wütete auch im Landkreis - Dank an die Helfer

Allein in Schönaich waren 90 Einsatzkräfte bis tief in die Nacht aktiv

Landkreis Schweinfurt. Das Sturmtief „Fabienne“ hat am Sonntag, 24. September, auch heftig vor allem im südlichen Teil des Landkreises Schweinfurt gewütet. Wegen abgedeckter Häuser, beschädigter Scheunen und umgestürzter Bäume waren die Einsatzkräfte bis tief in die Nacht und ab Montagmorgen im Dauereinsatz. „Ich bedanke mich bei allen, die gestern und heute tatkräftig mitgeholfen haben und noch immer mithelfen, die Unwetterschäden zu beseitigen“, sagte Landrat Florian Töpper.

Besonders heftig vom Sturm betroffen war im Landkreis Schweinfurt Schönaich, ein Ortsteil des Marktes Oberschwarzach. Noch direkt am Sonntagabend machte sich Landrat Töpper selbst vor Ort ein Bild der Lage. Auch am Montagfrüh war er noch einmal zusammen mit Kreisbrandrat Holger Strunk und der zuständigen Abteilungsleiterin für öffentliche Sicherheit und Ordnung am Landratsamt, Sonja Weidinger, in Schönaich. Bei Tageslicht wurde das gesamte Ausmaß des Sturms noch einmal deutlich. „Wenn man die zum Teil immensen Schäden an den Häusern und die großen umgeknickten Bäume sieht, können wir wirklich sagen, dass wir Glück im Unglück hatten. Wir sind froh und erleichtert, dass in unserem Landkreis kein Mensch verletzt oder gar zu Tode gekommen ist“, so Landrat Töpper.

Enorme Hilfsbereitschaft auch innerhalb der Bevölkerung
Beeindruckt und dankbar zeigte sich der Landrat von dem Engagement und der Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte. „Unser Kreisbrandinspektor Alexander Bönig hat den Einsatz sehr gut geleitet, sodass alle Einsatzkräfte schnell und koordiniert an den richtigen Stellen eingesetzt waren.“ Besonders angetan war der Landrat aber von der großen Hilfsbereitschaft der Bevölkerung untereinander. „Ich konnte gestern miterleben, wie jeder jedem geholfen hat. Diese Hilfsbereitschaft war und ist wirklich beeindruckend. Hier wird sehr deutlich, was eine intakte Dorfgemeinschaft wert ist“, sagt Landrat Töpper.

Aufgrund der Unwettermeldung des Deutschen Wetterdienstes wurde im Landratsamt am 23. September um 17 Uhr vorsorglich eine sogenannte Koordinierungsgruppe eingerichtet, die mit einem Mitarbeiter des Landratsamtes Schweinfurt aus dem Bereich Katastrophenschutz, sowie mit Kreisbrandinspektor Reinhold Achatz und drei Personen aus der Unterstützungsgruppe örtliche Einsatzleitung (UGÖEL) besetzt war. Die ersten Einsätze waren in Bereich Werneck. Schwerpunkt der Einsätze im Landkreis war jedoch Schönaich, nachdem dort gegen 17.45 Uhr eine Windhose schwere Schäden verursacht hatte: Häuser wurden abgedeckt, Scheunen schwer beschädigt, Unmengen an Bäumen wurden entwurzelt oder wurden wie Streichhölzer abgebrochen.

In Schönaich waren an 26 Einsatzstellen (davon 17 Dachabdeckungen) insgesamt 90 Einsatzkräfte von Feuerwehren aus dem Markt Oberschwarzach, Gerolzhofen, Gochsheim, UGÖEL, Rettungsdienst, THW Schweinfurt und Gerolzhofen (zum Ausleuchten der verschiedenen Einsatzstellen) im Einsatz. In der Nacht gegen 1.30 Uhr wurden die Einsatzmaßnahmen beendet und am Morgen des 24. September gegen 7 Uhr wiederaufgenommen. Neben dem Schwerpunkt in Schönaich gab es im Landkreis Schweinfurt aufgrund des Sturmtiefs „Fabienne“ insgesamt 45 weitere Einsatzstellen. Auch die Mitarbeiter des Kreisbauhofs waren am Sonntag und Montag im Einsatz, um neben den Kreisstraßen auch Gemeindeverbindungsstraßen wieder frei zu räumen.