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Landkreis unterstützt Forschungsprojekt zur Energiewende

Interviewpartner für Studie der RWTH Aachen gesucht

Landkreis Schweinfurt. Der Landkreis Schweinfurt ist im bundesweiten Vergleich mit einem Anteil von ca. 29 Prozent des gesamten benötigten Stroms in der Spitzengruppe bei der Erzeugung solarer Energie. Rund 5.400 Photovoltaikanlagen generieren bereits jetzt rechnerisch rund 29 Prozent des im Landkreis benötigten Stroms und auch die Solarthermie sorgt in vielen Haushalten nicht nur für warmes Wasser, sondern trägt auch zur Heizungsunterstützung bei.

Die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen, eine der führenden Hochschulen im Bereich der Forschungen zu erneuerbaren Energien, ist auf diese Zahlen aufmerksam geworden. Für eine Studie über Energieerzeugung aus Photovoltaik oder Solarthermie sucht die RWTH Aachen deshalb nach Teilnehmern, die an einer Umfrage im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung teilnehmen. Die Teilnehmer haben damit die Chance, aktiv einen Beitrag zur Energiewende zu leisten, welche die Bedürfnisse von privaten Haushalten, kleinen Gewerbebetrieben und Bauernhöfen berücksichtigt.

Gesucht werden Bürger, die eine private Photovoltaik- oder Solarthermieanlage haben und Interesse haben, mit einem Interview an der Gestaltung der Energiewende mitzuwirken. Dr. Ray Galvin, der Forschungs- und Lehraufträge an der RWTH Aachen sowie an der Cambridge University hat, möchte in den Interviews die Erfahrungen bei der Nutzung von Photovoltaik und Solarthermie untersuchen. Dr. Galvin kommt ursprünglich aus Neuseeland, arbeitet und forscht jedoch seit längerer Zeit in Deutschland und hat viele wissenschaftliche Veröffentlichungen und Bücher zum Thema Energieverbrauch publiziert.

Interviews im Landkreis werden Anfang September durchgeführt
Durchgeführt werden die Grundlagen-Interviews ab Anfang September im Landkreis Schweinfurt und Umgebung sowie bei Freiburg in Baden-Württemberg. Die Interviews werden digital aufgenommen, transkribiert und anonymisiert. Nur ausgewählte Wissenschaftler haben Zugriff auf die gewonnenen Daten, die im Rahmen der Datenschutzgesetze behandelt werden.

Auf Grundlage der Interviewergebnisse wird eine umfassende Studie erstellt, die deutschlandweit offene Fragen zur Energiewende beantworten soll. Das Ziel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ist dabei, herauszufinden, wie viel Energie in Deutschland durch private Photovoltaik- und Solarthermie-Anlagen eingespart wird und wie sich das Verbrauchsverhalten der Personen verändert, die solche Anlagen installiert haben. Mithilfe der Ergebnisse soll letzten Endes ein wissenschaftliches Verständnis dafür entwickelt werden, wie sich erneuerbare Energien auf die private Lebensführung auswirken.

Der Landkreis Schweinfurt hält das Forschungsprojekt für sehr sinnvoll und unterstützt dieses daher. Bürgerinnen und Bürger, die sich für eine Mitwirkung an der Studie interessieren, werden gebeten, sich mit dem Landratsamt Schweinfurt in der Verbindung zu setzen unter Telefon 09721/55-525 oder per E-Mail an energie@lrasw.de . Der Landkreis wird die Meldungen der interessierten Bürger sammeln und anschließend an die RWTH Aachen weiterleiten.