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Jan von Lackum, Leiter des Referats für öffentliche Ordnung, Baurecht und Umweltschutz der Stadt Schweinfurt, Oberbürgermeister Sebastian Remelé, Landrat Florian Töpper, Regierungsrat Kilian Kaschkat und Matthias Gehrig (stellvertretender Leiter des Gesundheitsamts Schweinfurt).

Coronavirus: Erste Beratung des Krisenstabs

Krisenstab von Stadt und Landkreis Schweinfurt tagt im Landratsamt

Stadt und Landkreis Schweinfurt. Landrat Florian Töpper hat gemeinsam mit Oberbürgermeister Sebastian Remelé für Stadt und Landkreis Schweinfurt einen Krisenstab zum Coronavirus eingerichtet. Dieser kam erstmalig am Mittwoch, 4. März 2020, im Landratsamt Schweinfurt zusammen. Die Sitzung fand unter der Leitung von Regierungsrat Kilian Kaschkat, Abteilungsleiter für Soziales und Gesundheit am Landratsamt Schweinfurt, statt. Beteiligt an der Besprechung waren auch Vertreter der Ärzteschaft, Krankenhäuser, der Hilfs- und Rettungsorganisationen, Polizei, Katastrophenschutzes, Schulamts sowie der Feuerwehren.

Nach derzeitigem Kenntnisstand des Gesundheitsamts Schweinfurt (Stand: 04.03.2020, 13 Uhr) ist in Stadt und Landkreis Schweinfurt bisher noch kein bestätigter Coronavirus-Fall aufgetreten. Auch gibt es keine Personen die unter Quarantäne gestellt sind. Da jedoch auch deutschlandweit weiter mit einem Anstieg der Krankheitsfälle zu rechnen ist, diente das Treffen im Landratsamt zum Informationsaustausch und Absprachen weiterer Vorgehensweisen, um „so gut wie möglich auf eine derartige Situation vorbereitet zu sein und unsere Bürgerinnen und Bürger so gut wie möglich zu schützen“, wie Landrat Töpper betonte. Neben den Vorbereitungen und Absprachen, die derzeit intensiv getroffen werden, sei es mindestens genauso wichtig weiterhin Ruhe zu bewahren und nicht in Panik zu verfallen, machte auch Oberbürgermeister Remelé deutlich.

Der Krisenstab soll bis auf Weiteres zweimal pro Woche im Landratsamt, in kleinerer Runde, zusammenkommen; die Lage wird zudem tagesaktuell bewertet. Auch wird es Gesprächsrunden zu einzelnen, spezifischen Themen geben. Die erste Sitzung des Krisenstabs diente neben der Einführung über allgemein bereits bekannte Informationen zum Coronavirus und dem Informationsaustausch der verschiedenen Organisationseinheiten vor allem dazu, sich innerhalb der Runde auszutauschen, abzustimmen und Abläufe zu klären. Die Runde war sich einig, dass keinerlei Grund zu Panik bestehe.

Geboten sei jedoch gesteigerte Vorsicht. Matthias Gehrig, stellvertretender Leiter des Gesundheitsamts Schweinfurt, betonte in diesem Zusammenhang die Bedeutung der Handhygiene. Regelmäßiges Händewaschen gehört zu den zehn wichtigsten Hygienetipps. Die anderen neun einschlägigen Hinweise der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat das Gesundheitsamt Schweinfurt auch ins Internet gestellt (siehe unten).

Thematisiert wurde in der Besprechung insbesondere die Materialversorgung (z.B. Schutzmasken). Das bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege verlautet hierzu, dass der Freistaat diesbezüglich Maßnahmen ergriffen hat, um eine Ausstattung von Arztpraxen und Krankenhäusern dauerhaft zu gewährleisten.

Zusammengefasste Informationen wie Hygienetipps oder Reiseinformationen des Bundesministeriums für Gesundheit, des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege sowie des Robert-Koch-Instituts, die auch fortlaufend ergänzt und aktualisiert werden, gibt es auch im Internet unter www.landkreis-schweinfurt.de/coronavirus

Für Schulen und Kindergärten hat das Kultusministerium eigene Richtlinien erlassen. Diese sind ebenfalls unter obiger Internetadresse zu finden.

Für besorgte Bürgerinnen und Bürger hat über das Bayerische Gesundheitsministerium beim Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ein Bürgertelefon eingerichtet: 09131/6808-5101. Auch das Gesundheitsamt Schweinfurt steht für Frage zur Verfügung unter Telefon 09721/55-745