© Anand Anders
© Johannes Hardenacke
Der stellvertretende Landrat Peter Seifert, Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer, Herbert Koch, Röthleins 3. Bürgermeister Peter Gehring und Staatssekretär Gerhard Eck.

Bundesverdienstkreuz am Bande für Herbert Koch aus Hirschfeld

Er ist seit über 40 Jahren in der Arbeitnehmervertretung tätig

Landkreis Schweinfurt. Herbert Koch aus Hirschfeld (Gemeinde Röthlein im Landkreis Schweinfurt) wurde am 21. September 2018 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Im Beisein von Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer und dem stellvertretenden Landrat Peter Seifert erhielt Koch die Auszeichnung im Rahmen einer Feierstunde in Würzburg aus den Händen von Staatssekretär Gerhard Eck.

Mit seinen Ordensverleihungen möchte der Bundespräsident die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf hervorragende Leistungen lenken, denen er für unser Gemeinwesen besondere Bedeutung beimisst. Der Verdienstorden wird an in- und ausländische Bürgerinnen und Bürger für politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen verliehen sowie darüber hinaus für alle besonderen Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland, wie zum Beispiel im sozialen und karitativen Bereich.

Herbert Koch aus Hirschfeld betätigt sich seit über vier Jahrzehnten im Bereich der Arbeitnehmervertretung. Seit 1975 ist er als Mitglied der Gewerkschaft „ÖTV“ beziehungsweise deren Nachfolgerorganisation „ver.di“ aktiv und gehörte bis zum Eintritt in den Ruhestand Ende 2016 zu deren Vertrauensleuten beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Schweinfurt. 1982 wurde er in den dortigen örtlichen Personalrat gewählt und war dort von 1985 bis 1987 stellvertretender Vorsitzender sowie im Anschluss bis 1989 Vorsitzender. 1988 erfolgte seine Freistellung von der Arbeit, um seiner umfassenden Personalratstätigkeit gerecht zu werden.

Er wurde 1989 zunächst kommissarisches Mitglied des Bezirkspersonalrates der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Süd in Würzburg und fungierte von 1990 bis 2013 als dessen Vorsitzender. Parallel hierzu war er von 1990 bis 2016 Mitglied im Bezirkspersonalrat der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt Bonn. Als Mitglied des Hauptpersonalrates im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur war er von 1992 bis 2016 aktiv. Er wurde bereits 1983 Mitglied des Bundesabteilungsvorstandes Bundesverkehrsverwaltung der „ÖTV“, die später in der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft „ver.di“ aufging. Seit 2002 engagiert er sich in der Gewerkschaft in zahlreichen Fachbereichsgremien und als Vorstandsmitglied sowohl auf regionaler wie auch auf Bundesebene.

Seit 2011 ist er stellvertretender Vorsitzender des Landesfachbereichsvorstands Bund und Länder ver.di Bayern und seit 2015 Vorsitzender der Fachkommission Bundesverkehrsverwaltung des ver.di Landesbezirks Bayern. Neben seiner Gewerkschaftstätigkeit war er von 1991 bis 2008 ehrenamtlicher Vorstand beziehungsweise Verwaltungsrat der Betriebskrankenkasse (BKK) des Bundesverkehrsministeriums und dort von 1999 bis 2009 Mitglied des Finanzausschusses sowie von 2005 bis 2009 dessen Vorsitzender. Seit der Fusion mit der Schwenninger BKK 2009 ist er Mitglied in deren Verwaltungsrat.

Von 2005 bis 2009 und 2011 war er Mitglied der Vertreterversammlung und Mitglied in der Kommission für Rentenzusatzversicherung der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See. In dieser engagierte er sich darüber hinaus von 2005 bis 2011 als Mitglied im Widerspruchs-Ausschuss München III und im Einspruchs-Ausschuss für die Renten-Zusatzversicherung. Seit 1992 ist er auch Mitglied der Delegiertenversammlung im Sozialwerk der Bundesverwaltung für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen e. V. und setzt sich hier unermüdlich für die Interessen der Mitarbeiter ein. Auch steht er dem Verwaltungsgericht Ansbach seit 2006 als ehrenamtlicher Richter in der Personalvertretungskammer zur Verfügung.