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Sparen? Kann ich mir nicht leisten...

Flächendeckend Energieverschwendung

Wer sein Geld nicht für Sanierung ausgibt, verheizt es eben...

Die Heizkostenbelastung der deutschen Haushalte hat sich in den vergangenen zehn Jahren im Durchschnitt fast verdoppelt. Langfristig werden die Preise weiter steigen.

Hauseigentümer müssen jedoch nicht Jahr für Jahr tiefer ins Portemonnaie greifen: Wer einem alten, unsanierten Eigenheim moderne Heizungstechnik, dichte Fenster und eine gute Dämmung spendiert, kann seinen Energieverbrauch um bis zu 80 Prozent senken. Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) hat nachgerechnet, was die Sanierung bringt – am Beispiel einer vierköpfigen Familie in einem durchschnittlichen Einfamilienhaus von 1970 mit 150 Quadratmetern Wohnfläche.

Alte Heizung, minimale Dämmung, undichte Fenster – solche Häuser gibt es viele in Deutschland. Ein Energieverbrauch von 4.500 Liter Öl pro Jahr ist keine Seltenheit. Das entspricht Heizkosten von derzeit gut 2300 Euro (Stand April 2009)).

Eine umfassende energieeffiziente Sanierung nach dem neuesten Stand der Technik kann diese Energiefresser in moderne Niedrigenergiehäuser verwandeln und den Energieverbrauch auf rund 900 Liter Öl pro Jahr senken.

Die dazu notwendigen Maßnahmen – u. a. eine Dämmung der Außenwände, des Kellers und des Dachraumes, hochwertige Wärmeschutzfenster sowie eine moderne Heizungs- und Lüftungsanlage – würden mit rund 60.000 Euro zu Buche schlagen. Auf den ersten Blick viel Geld – doch wie sieht es in zehn, 15 oder 20 Jahren aus? Selbst wenn man von einer moderaten Steigerung der Energiepreise von nur fünf Prozent pro Jahr ausgeht, muss man sagen: Wer nicht saniert, verheizt langfristig sein Geld.

Schon innerhalb von zehn Jahren würden sich die Heizkosten für ein unsaniertes Haus auf rund 41.000 Euro summieren. Der Sanierer zahlt im gleichen Zeitraum nur etwa 8.000 Euro und hätte damit bereits 33.000 Euro eingespart – gut die Hälfte der Sanierungskosten. Nach 15 Jahren würde das unsanierte Haus rund 70.000 Euro verheizen – das sanierte nur etwa 14.000. Nach 20 Jahren sind insgesamt mehr als 107.000 Euro Heizkosten durch den Kamin des unsanierten Hauses gerauscht. Das sanierte hat sich mit etwa 21.000 Euro begnügt. Die Investitionskosten sind dann längst eingespart und das Haus ist weiterhin kostengünstig und komfortabel bewohnbar.

Clever finanzieren

Auch aus wirtschaftlicher Sicht ist eine energiesparende Sanierung daher sehr sinnvoll. Zudem sichert sie den bleibenden Wert einer Immobilie. Ein Haus, das 4.500 Liter Öl im Jahr verbraucht, wird schon bald keinen guten Preis mehr am Markt erzielen. Wer die Sanierung clever finanziert, nimmt einen zinsgünstigen Förderkredit der staatlichen KfW Förderbank in Anspruch und tilgt die Raten aus den eingesparten Heizkosten. So hält sich die Kostenbelastung in Grenzen.

Dass in fast jedem Haus im Gebäudebestand die Möglichkeit steckt, Energie zu sparen - dieser Meinung sind übrigens fast drei Viertel der Eigenheimbesitzer in Deutschland. 71 Prozent der Hausbesitzer geben an, die Schwachstellen ihres Gebäudes zu kennen, an denen Energie verloren geht.

Doch wie dieser Energieverlust am effizientesten gebremst werden kann, darüber herrscht oft Unklarheit. Gleichzeitig sind sich Hausbesitzer nicht ganz sicher über die tatsächliche Höhe der Energiekosten.

Fast die Hälfte der Befragten (47 Prozent) weiß nur ungefähr, wie hoch ihre Kosten für Heizung, Strom und Warmwasser sind.

Über 25 Jahre her:
"Wärmedämmung" aus der Briefmarkenserie der Deutschen Bundespost von 1979 bis 1982

Energiesparmaßnahmen - eigentlich nichts Neues

Der Slogan "Energiesparen - unsere beste Energiequelle" feiert mittlerweile 30. Geburtstag. Wer sich für Energiesparmaßnahmen interessiert hat, konnte sich bereits seit den Ölkrisen Mitte der 70er Jahre über die zuständigen Ministerien und Bezirksregierungen mit gutem Informationsmaterial versorgen.

Nur, wer hat´s gewusst und wer hat´s gemacht?

Im Gegensatz zu damals kann man heute mit wenigen Klicks auf eine wahre Flut von Materialien und Informationen zugreifen. Was die Sache nicht eben einfacher macht, denn die große qualitative Spannbreite insbesondere der Internet-Informationen macht die Bewertung für den Laien besonders schwierig.

Das Problem heute besteht also weniger in einem Mangel an Informationen, als viel mehr darin, sich Wichtiges und Richtiges herauszufiltern und dann auch zielgerichtet umzusetzen.

Die Energieagentur Schweinfurter Land

Ihr Ansprechpartner in Fragen der Gebäudemodernisierung und des effizienten Einsatzes von Energie im Landkreis Schweinfurt ist die Energieagentur Schweinfurter Land e.V.

Die Energieagentur Schweinfurter Land ist sich bewusst, dass pauschale Aussagen eine individuelle und neutrale Fachberatung kaum ersetzen können.

Dies gilt natürlich umso mehr, wenn es um gebäudetechnische Veränderungen und dementsprechende Investitionen geht.

Deswegen versuchen wir, diesen Internetauftritt kontinuierlich mit relevanten Informationen aufzubauen und Sie zum richtigen Zeitpunkt an Fachleute aus der Region weiterzuverweisen.

Rufen Sie an, schicken Sie ein Mail oder kommen Sie vorbei:

Dr. Erhard Rückert (Geschäftsführer), Tel. 09721 55-743
E-Mail:
energieagentur@lrasw.de

Geschäftsstelle im Landratsamt Schweinfurt, Schrammstr. 1, Zi. 272






 

 

 






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