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Energieverbrauch von Gebäuden

Wo stehen Sie mit Ihrem persönlichen Energieverbrauch?
1 Liter Heizöl bzw. 1 m³ Erdgas entsprechen ca. 10 kWh Heizenergie (Bild: ieu).
 
Wohnungsbau

In deutschen Haushalten wird mehr Energie verbraucht (28,5%) als im Sektor Industrie (25,7%) - mit steigender Tendenz.

Durch einen hohen Dämmstandard, eine luftdichte Gebäudehülle, innovative Gebäudetechnik und mit einer effektiven Tageslichtnutzung lassen sich erhebliche Einsparungen erzielen.

Der Heizenergiebedarf von Altbauten ist immer noch sehr groß: Zwischen 18 und 30 Liter Heizöl (entspricht 180 bis 300 kWh, siehe Bildunterzeile) je Quadratmeter Wohnfläche und Jahr werden dort verbraucht.

Die Ende der 70er Jahre eingeführte Wärmeschutzverordnung hat für Neubauten schon deutliche Verbesserungen gebracht. Häuser, die gemäß der letzten Fassung von 1995 errichtet wurden, verbrauchen zwischen 9 und 15 Liter Heizöl je Quadratmeter.

Seit Anfang 2002 gilt die neue Energieeinsparverordnung. Sie begrenzt den Heizenergiebedarf auf ungefähr 7 bis 12 Liter Heizöl je Quadratmeter und Jahr.

Die Baupraxis ist jedoch schon sehr viel weiter als die gesetzlichen Anforderungen: Seit Beginn der 90er Jahre sind Niedrigenergiehäuser in Deutschland bereits in großer Stückzahl gebaut worden. Ihr jährlicher Heizölverbrauch liegt nur noch zwischen 2 und 7 Litern pro m².

Rechnet sich´s?
Wirtschaftlichkeitsberechnung verschiedener Sanierungsschritte (Bild: dena)

Noch weiter geht der Passivhaus-Standard mit Werten unter 2 Litern Heizöl oder 20 kWh pro m² jährlich.

Aus Sicht von Klimaschutz und Ressourcenschonung sollten langfristig alle Neubauten Passivhaus-Standard erreichen.


Nichtwohnungsbau

Während im Wohnungsbau die Beheizung den größten Posten des Energieverbrauchs ausmacht, steht bei Büro- und Gewerbenutzung eher der Stromverbrauch im Vordergrund.

Büro- und Verwaltungsgebäude, Schulen, Krankenhäuser, Warenhäuser, Rechenzentren, öffentliche oder gewerbliche Gebäude – unterschiedlicher könnten diese Gebäude nicht sein.

Doch der Begriff Nichtwohnungsbau bringt auf den Punkt, dass es hier nicht um Wohnen sondern um teilweise sehr unterschiedliche Nutzungsformen geht.

Sanierung

Eine wichtige Rolle spielt gleichzeitig die Sanierung des Gebäudebestands, denn dort verbrauchen 77% Prozent der Gebäude 95% der im Gebäudebereich eingesetzten Energie.

Durch Energiesparmaßnahmen lässt sich der Wärmebedarf bestehender Gebäude um bis zu 70% senken und gleichzeitig steigt der Wohnkomfort.



   






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