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Was sind Altlasten?

Als Altlasten bezeichnet man insbesondere stillgelegte Mülldeponien und Gelände stillgelegter Industrieanlagen, die eine Gefahr für den einzelnen oder die Allgemeinheit darstellen.

Darstellung einer Altlastenerkundung (Tipp: beim Überfahren des Bildes mit dem Cursor wird das Angezeigte beschrieben bzw. kann ein Verweis auf erläuternde Seiten aktiviert werden.)

© ahu AG, Kirberichshof 6, 52066 Aachen 

Probenehmer Bodenverunreinigung Geländeoberkante wasserungesättigte Zone Grundwasserspiegel wassergesättigte Zone anstehendes Gestein ´Ort der Probenahme´ (Entstehungsort der Verunreinigung) ´Ort der Beurteilung´ (Eintrittsort der Verunreinigung ins Grundwasser) Bodenverunreinigung ehemalige Betriebsdeponie (Altablagerung) stillgelegter Betrieb (Altstandort) Abraumhalde (Altablagerung) Wirkungspfad Boden-Pflanze Rammkernsondierung möglicher Zustandsstörer? Wirkungspfad Boden-Gewässer
Altlasten kann man grob in drei Gruppen einteilen:

Als Altanlagen oder auch Altstandorte bezeichnet man ehemalige Produktions- oder Verarbeitungsbetriebe, in denen mit umweltgefährdenden Stoffen umgegangen wurde. Altanlagen sind im Allgemeinen räumlich eng umgrenzt.

Altablagerungen sind generell alle alten Deponien und Halden aus Material, das sich von der Umgebung unterscheidet und bei dem von einer Belastung für die Umwelt ausgegangen werden muss. Dies können Produktionsrückstände oder häusliche Abfälle, aber auch Abraum sein. Altablagerungen sind häufig schlecht zu erkennen, da oft bereits bestehende Geländemulden mit ihnen aufgefüllt wurden. Wegen ihrer räumlichen Ausdehnung ist die Gefährdung, die von Altablagerungen ausgeht, schlecht abzuschätzen. Die in ihnen enthaltenen Stoffe können den Bereich der Ablagerung auf mehreren Wegen verlassen. Sie können sowohl über die Luft durch Verwehung oder Verdunstung transportiert werden, als auch durch Regen in das Oberflächenwasser oder über das Sickerwasser ins Grundwasser gelangen. Die Stoffe können außerdem bei Grabungen unbeabsichtigt freigesetzt werden.

Als dritte Gruppe von Altlasten gelten die Rüstungsaltlasten. Darunter fallen ehemalige Standorte der Herstellung, Lagerung und Vernichtung von Kampfmitteln, aber auch militärische Schießanlagen, Truppenübungsplätze, Kasernen, und Flugplätze.

Altlasten werden in Deutschland in Altlastenkatastern der Länder erfasst und auf die von ihnen ausgehenden Gefahren hin eingestuft. Diese Ermittlung ist aufgrund der großen Anzahl von Verdachtsflächen noch nicht abgeschlossen. 

Besondere Probleme ergeben sich aus den zu erwartenden Sanierungskosten. Die Zahl der Altlasten in Westdeutschland wird auf 70 000, in Ostdeutschland auf 50 000 geschätzt. Die sich aus ihrer Sanierung ergebenden Kosten summieren sich auf mehrere Milliarden Euro.

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