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Die Farbenfabrikation der Firma Sattler in Schonungen
Der Firmengründer Wilhelm Sattler (1784 - 1859) hatte die Farbenherstellung in der Gademann´schen Bleiweißmühle in Niederwerrn erlernt und war von 1805 bis 1807 ihr Geschäftsführer. 1808 hatte er ein eigenes Unternehmen in der Stadt Schweinfurt gegründet und erfand ein großtechnisches Verfahren zur Herstellung des damals schon unter anderem Namen bekannten Farbstoffs "Schweinfurter Grün". 1814 wurde die Produktion nach Schonungen verlagert und um Fabrikationsstätten in Schloss Mainberg, Spitzmühle, Hegmühle und Papiermühle Hausen ausgebaut. Bis zu 160 Arbeiter arbeiteten für die Fabrik in Schonungen. Hergestellt wurden u.a. "Schweinfurter Grün" (Kupferarsenitacetat), Chromgelb (Bleichromat), Bleiweiß (Bleicarbonat) sowie Chromgrün.
Die Historische Erkundung zur Ermittlung potenzieller nutzungsbedingter Schadstoffbelastungen auf den ehemaligen Betriebsflächen der Firma Sattler in Schonungen, die im Auftrag des Landratsamts Schweinfurt erstellt wurde, datiert vom 07.02.2001. Nach der Stilllegung der Fabrik im Jahr 1930 wurden die Grundstücke großenteils an die Baufirma Franz Schmitt, Schonungen, verkauft, die Gebäude zu Wohnungen umbaute und diese einzeln verkaufte. Der Historischen Erkundung ist auch zu entnehmen, dass verschiedene Zeitzeugen von einer Verunreinigung des Bodens mit Farbpigmenten berichteten. So seien u.a. bei Aushubarbeiten für Schützengräben bei Kriegsende weiße, grüne und violette Bodenverfärbungen erkennbar gewesen. Der Weg zur Sanierung:
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