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Das ehemalige Firmengelände der Firma Richtberg in Bergrheinfeld

Das "Richtberg-Gelände", 70 Jahre industriell genutzt, unmittelbar vor der Sanierung. 

Im Jahr 1919 wurde am Bahnhof von Bergrheinfeld (ca. 1,5 km südwestlich des Ortsrandes) von J. Himmelbach ein Holzverarbeitungsbetrieb gegründet, der unter dem Namen „Impreva“ Bahnschwellen imprägnierte. Zwischen 1937 und 1983 wurde dann auf dem Gelände von der „Karl Richtberg KG“ ein Werk zur Holzverarbeitung betrieben. Bis 1976 wurden dort auch Eisenbahnschwellen und Telegraphenmasten mit Steinkohleteeröl imprägniert (Kesseldruckverfahren). Der Betrieb wurde 1983 endgültig stillgelegt; die Betriebsfläche von ca. 12,8 ha wurde parzelliert an verschiedene Betriebe veräußert.

Während des 2. Weltkrieges wurde das Werk von Fliegern angegriffen; dabei ist nach Angaben des ehemaligen Bürgermeisters der Gemeinde Bergrheinfeld auch ein Teeröltank in Brand geraten und ausgelaufen.

Luftbild der Baugrube vom 1.10.2004

Zur Entsorgung der Abwässer wurde über lange Zeit ein Graben genutzt, der zum Main führt (sog. "Richtberggraben" oder "Flurbereinigungsgraben".

1986 wurde das Gelände teilweise von der Firma MEVO GmbH zur Herstellung von Basaltwolle erworben; auf diesem Teil des Betriebsgeländes stand die Imprägnieranlage der Firma Richtberg und befindet sich die Altlast.

Der Betrieb der MEVO wurde schon nach wenigen Jahren eingestellt. Das Gelände wurde danach gewerblich nicht mehr genutzt.

Dies sind die Ergebnisse einer im Auftrag der Eigentümerin im Jahr 1997 durchgeführten sogenannten "Historischen Untersuchung".

 

Weitere Themen im Altlastfall Richtberg:

  1. Lage der Altlast
  2. Historische Untersuchung
  3. Orientierende Untersuchung
  4. Detailuntersuchung
  5. Sanierungsuntersuchung und -planung
  6. Sanierung
  7. Der Entwässerungsgraben

 

   






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