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Reform der Notengebung
Die folgenden Ausführungen sind Auszug aus einem Schreiben des Bayerischen
Staatsministeriums für Unterricht und Kultus vom 21. Juli 2004
1. Ausgangslage
-
Eine Konsequenz aus der PISA-Studie war der Bedarf nach einer früheren,
gezielteren Förderung der Kinder. Die Reform der Leistungsbewertung, beginnend
in der Grundschule, ist einer dieser Schritte.
- Die überfachlichen Kompetenzen (Sozial-, Lern- und
Arbeitsverhalten) gewinnen als Schlüsselqualifikationen zunehmend an
Bedeutung. Dies sollte deshalb künftig auch in den Zeugnissen Berücksichtigung
finden.
- Die meisten Eltern wollen aussagekräftigere Informationen über den
Leistungsstand ihres Kindes als dies durch die bisherigen Zeugnisse möglich
war.
2. Konzeption
- Sozial-, Lern- und Arbeitsverhalten
In allen Jahrgangsstufen finden
sich im Zeugnis Aussagen zu Sozial-, Lern- und Arbeitsverhalten
Sozialverhalten wird aufgeschlüsselt in - Soziale
Verantwortung - Kooperation - Kommunikation -
Konfliktverhalten
Lern- und Arbeitsverhalten wird aufgeschlüsselt in -
Interesse und Motivation - Konzentration und Ausdauer -
Lern- und Arbeitsweise
Auf diese Bereiche wird in
den ersten eineinhalb Schuljahren mit einem verbalen Kommentar
eingegangen
Ab dem Jahreszeugnis der
Jahrgangsstufe 2 werden sie in vier Kategorien bewertet: A: hervorragend
ausgesprägt B: deutlich ausgeprägt C: teilweise ausgeprägt D: zu wenig ausgeprägt
Die Kriterien für die Beobachtung werden den Eltern am
Schuljahresanfang mitgeteilt. Von den Lehrkräften wird ein
Beobachtungsbogen zu Sozial-, Lern- und Arbeitsverhalten geführt.
- Unterrichtsfächer
Die Noten in Deutsch, Mathematik und Heimat- und Sachunterricht
werden durch präzisere Aussagen in Stichworten ergänzt, z.
B.
in Deutsch zu Sprechen und Gespräche führen,
Texte verfassen, richtig schreiben, Sprache untersuchen, Lesen und mit
Literatur umgehen,
in
Mathematik zu Geometrie, Zahlen und Rechnen, sachbezogene Mathematik
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Noten in der 2. Jahrgangsstufe
In der zweiten Jahrgangsstufe
beginnt die Lehrkraft mit behutsamen, bewertenden Rückmeldungen an die
Schülerinnen und Schüler, die zunehmend in eine Benotung übergehen. Die
Verrechnung der Noten für das Zeugnis geschieht erst zum Schuljahresende, das
Zwischenzeugnis enthält ausschließlich verbale Kommentare.
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Individueller Lernfortschritt bzw. Förderbedarf
Das Zeugnis
enthält künftig einen separaten Abschnitt, in dem die Lehrkräfte Aussagen zum
individuellen Lernfortschritt des Schülers treffen bzw. individuellen
Förderbedarf anmerken können.
3. Einführung
- Die Zeugnisse werden im kommenden Schuljahr 2004/05 in den Jahrgangsstufen
1 und 2 eingeführt
- Der Beobachtungsbogen für die Lehrkräfte soll in allen Jahrgangsstufen
eingesetzt werden
- Im Schuljahr 2005/06 wird es neue Zeugnisse für alle Schüler der Grundschule
geben
4. Zusätzliche Informationen
Schulleitung und Lehrkräfte werden in den ersten Monaten des Schuljahres
durch lokale und regionale Fortbildungen geschult und stehen den Eltern dann
jederzeit mit zusätzlichen Informationen zur
Verfügung
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