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Schweinfurt ist FSME-Risikogebiet

Der Landkreis Schweinfurt zählt zu den FSME-Risikogebieten

 
Im Juli und August 2004 wurden dem Gesundheitsamt Schweinfurt zwei Fälle einer FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) aus dem Landkreis Schweinfurt gemeldet. Damit zählt der Landkreis Schweinfurt jetzt neu zu den FSME-Risikogebieten gemäß der Definition des Robert-Koch-Instituts. Schon seit längerem bekannte Risikogebiete sind die benachbarten Landkreise Main-Spessart, Kitzingen und Bamberg.

Das FSME-Virus wird durch den Stich von Zecken übertragen. Auch in den sogenannten Endemiegebieten ist nicht jede Zecke infiziert, sondern nur ungefähr jede 1000. Zecke. Dieses Verhältnis kann allerdings kleinräumig schwanken. Nicht jeder Stich einer infizierten Zecke führt zur Krankheit. 30 % der Infizierten erkranken mit grippeähnlichen Symptomen. Bei ca. 10 % der Infizierten kommt es nach einem fieberfreien Intervall zu Symptomen einer Hirnhautentzündung oder Hirnentzündung. Schwere Krankheitsverläufe mit bleibenden Schäden treten fast nur bei Erwachsenen und älteren Menschen auf. In Deutschland erkranken pro Jahr etwa 250 Menschen an FSME.

Wer sich in einem Risikogebiet - und dazu zählt jetzt auch der Landkreis Schweinfurt - viel in der freien Natur aufhält und dabei beruflich oder in seiner Freizeit einem erhöhten Risiko von Zeckenstichen ausgesetzt ist, dem empfiehlt das Gesundheitsamt die vorbeugende Impfung gegen FSME. Für einen vollständigen Impfschutz braucht man drei Teilimpfungen. Die Impfungen führen die niedergelassenen Ärzte durch. Die Kosten werden in der Regel durch die Krankenkassen übernommen. Eine nachträgliche Impfung nach erfolgtem Zeckenbiss ist nicht möglich.

Vorbeugen gegen Zeckenstiche kann man auch durch lange Kleidung und eventuell durch Verwendung von Insektenabwehrmitteln. Wird ein Zeckenstich festgestellt, sollte die Zecke möglichst rasch entfernt werden, bevor infektiöses Material in den Körper eindringen kann, am besten mit einer geeigneten Pinzette.

Die Impfung gegen FSME schützt nicht gegen die Borreliose, eine bakterielle Erkrankung, die ebenfalls durch Zecken übertragen wird. Diese Krankheit wird antibiotisch behandelt. An Borreliose erkranken in ganz Deutschland pro Jahr ca. 50000 Menschen.

Für Rückfragen steht das Gesundheitsamt Schweinfurt gerne zur Verfügung (Tel. 55745).

 



Die aktuelle Karte der FSME-Risikogebiete in Deutschland finden Sie
auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts:

http://www.rki.de/cln_012/nn_767686/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2006/17__06,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/17_06

 



Weitere fachliche Informationen zur FSME und zur Borrelliose finden Sie auf der Internetseite des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL):

 >>   http://www.lgl.bayern.de/gesundheit/zecken.htm

 


 






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