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Meningokokken-Meningitis

Erkrankungsfall an Meningokokken-Meningitis

Ein Teilnehmer einer Skireisegruppe vor allem aus den Ortsteilen Neubessingen, Wasserlosen, Gressthal und Wülfershausen erkrankte am 26.2.2005 an einer Meningokokken-Meningitis und musste auf der Intensivstation eines Krankenhauses in Innsbruck behandelt werden. Ein weiterer Reiseteilnehmer mit hohem Fieber wurde vorsorglich ins Leopoldina-Krankenhaus eingewiesen. Eine Meningokokkenerkrankung konnte zum Glück jedoch ausgeschlossen werden. Allen Mitreisenden dieser Gruppe wurde vom Gesundheitsamt eine antibiotische Prophylaxe mit Rimfampicin angeraten.

Meningokokken sind die häufigste Ursache einer Hirnhautentzündung, die durch Bakterien hervorgerufen wird. Diese Infektionskrankheit kann teilweise sehr schwer verlaufen, in Extremfällen sogar tödlich. Betroffen von dieser Infektionskrankheit sind in erster Linie Kleinkinder zwischen dem 1. und 5. Lebensjahr; aber auch Jugendliche zwischen 15 und 20 Jahren stellen eine gefährdete Altersgruppe dar.

Glücklicherweise sind Meningokokken-Infektionen in Deutschland recht selten. Statistisch ist weniger als 1 Person pro 100 000 Einwohnern pro Jahr von dieser Infektionskrankheit betroffen. Die Erkrankung ist also nicht hochinfektiös, sondern bricht nur bei einer geschwächten Infektabwehrlage im Einzelfall auf – zusätzliche Erkrankungsfälle bei nähreren Kontaktpersonen des Erkrankten treten nur selten auf. Mit Antibiotikagabe lässt sich die Krankheit gut behandeln bzw. der Ausbruch der Krankheit verhindern.

Obwohl nur wenige Menschen durch Meningokokken erkranken, sind diese Bakterien unter der gesunden Bevölkerung weit verbreitet. Man kann davon ausgehen, dass zwischen 5 und 10% der Bevölkerung Meningokokken im Rachen tragen, ohne jedoch selbst krank zu werden. Bei Kontakt mit einer erkrankten Person kann durch Tröpfcheninfektion, d.h. durch Übertragung des Erregers mit kleinsten Speicheltröpfchen, eine Besiedelung des Rachens mit dem Erreger verursacht werden. Übertragen werden Meningokokken also durch Niesen, Husten oder Küssen.

Die Krankheit beginnt meist mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie allgemeinem Krankheitsgefühl. Das macht es oft schwer, die richtige Diagnose zu stellen, bevor die Alarmsignale einer Meningitis zu bemerken sind: Lichtscheu, starke Kopfschmerzen, hohes Fieber und Nackensteifigkeit, schweres Krankheitsgefühl. Bei ersten Anzeichen solcher Symptome sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden, da eine möglichst frühzeitige Antibiotikagabe erfolgen muss.

Dem Gesundheitsamt Schweinfurt ist in Stadt und Landkreis Schweinfurt seit September 2004 kein Fall dieser Erkrankung mehr gemeldet worden. Im vergangenen Jahr sind im Bereich des Gesundheitsamtes Schweinfurt 2 Krankheitsfälle von Meningokokken-Meningitis aufgetreten.






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